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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

22. Januar 2018 vfa: Probleme warten nicht auf die Politik

CDU/CSU und SPD werden Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Dazu sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Union und Sozialdemokraten wollen die steuerliche Forschungsförderung in Deutschland einführen. Das ist – nach jahrzehntelangem Debattieren – ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Davon kann auch die Medizin profitieren. Wenn Ideen in Deutschland zu besseren Lösungen führen und vor allem schneller in die Anwendung gelangen, bleibt Deutschland wettbewerbsfähig. Das ist die Voraussetzung, um in der globalisierten Welt die Zukunft selbst gestalten zu können."
"Unsere Gesellschaft in Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die politisch angegangen und gestaltet werden müssen: Der demografische Wandel schreitet voran – wir werden immer älter, doch damit nimmt die Häufigkeit von Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer zu. Hier braucht es weiterhin Fortschritt, damit wir gesund älter werden können. Auch deshalb müssen die Rahmenbedingungen für Forschung eher heute als morgen verbessert werden", so Fischer weiter.

Die Gewissheit um eine gute Gesundheitsversorgung für alle ist ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Akzeptanz des Staates. Deshalb ist jetzt die richtige Zeit, die Qualität der medizinischen Versorgung in den Mittelpunkt der großen Koalition zu rücken. Die Ergebnisse der Sondierung nennen zu Recht das sich abzeichnende Versorgungsgefälle zwischen Stadt und Land als Problem beim Namen. Die forschenden Pharma-Unternehmen sehen aber weiteren Handlungsbedarf: Die wachsende Kluft zwischen medizinischer Erkenntnis in den Leitlinien der Ärzte und den Erstattungsentscheidungen der Gesundheitsverwaltung. Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden und zwar am besten dadurch, dass der Einfluss von Patienten und Ärzten im Gesundheitswesen gestärkt wird.

Auch die digitale Agenda der großen Koalition bleibt zu zaghaft und ist in der Gesundheitspolitik überhaupt nicht erkennbar.

Quelle: vfa


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