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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

08. Januar 2018 Pflegende Angehörige: Entlastung durch Smart-Tech in der Pflegeversicherung

"Wir dürfen die pflegenden Angehörigen nicht aus den Augen verlieren", warnt Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse. Im Alter wollen viele Menschen möglichst lange und möglichst selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben und zu Hause gepflegt werden. Für über 70% der Pflegebedürftigen ist die Pflege zu Hause Realität. Die Pflegeversicherung sichert dies ab, denn zu ihren Zielen gehört auch: Pflegebedürftigen das Leben zu Hause zu ermöglichen – statt den Gang ins Pflegeheim zu fördern. "Gerade für diese Menschen und ihre Angehörigen bietet der technische Fortschritt Chancen auf Entlastung", so Bredl.
Die Digitalisierung birgt das Potenzial, die Autonomie im eigenen Heim zu unterstützen. Beispielsweise können smarte Technologien ("Smart Home") für Sicherheit bei Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sorgen. Dazu gehören etwa Sensoren, die Aktivitäten oder Stürze melden. Gerade im Start-up Bereich gibt es zahlreiche Ansätze, wie Sensorik, Sprachassistenz und künstliche Intelligenz die zu smarten Lösungen für Patienten und Angehörige verknüpft werden könnten. Erfreulicherweise sind auch viele Ältere offen für digitale Helfer. So sehen acht von zehn über 60-Jährigen in Deutschland in der Digitalisierung des Gesundheitswesens überwiegend Vorteile.

"Leider werden solche Smart-Home-Lösungen derzeit nicht im Leistungskatalog der Pflegversicherung berücksichtigt", bedauert Bayerns TK-Chef Christian Bredl. Er fordert deshalb, dass der Leistungskatalog der Pflegeversicherung entsprechend erweitert wird. Die Leistungen für "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen" sollten im Bereich der technischen Hilfen im Haushalt auch für technische Assistenz- und Überwachungssysteme eingesetzt werden dürfen, die dazu beitragen, länger in den eigenen vier Wänden zu verbleiben und die Angehörigen entlasten.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


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