Donnerstag, 21. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

18. Dezember 2017 Marburger Bund: Zehn Milliarden für Digitalisierung der Kliniken

Die Krankenhäuser in Deutschland sind nach Ansicht des Marburger Bunds schlecht auf die digitale Zukunft vorbereitet. "Es mangelt an aktueller, vor allem benutzerfreundlicher Hard- und Software, an digitaler Dokumentation und an regelmäßigen Schulungen für IT-gestützte Abläufe", erklärte die Ärztegewerkschaft am Donnerstag in Berlin anlässlich ihrer aktuellen Umfrage unter rund 1.800 angestellten Ärztinnen und Ärzten. Für die digitale Aufrüstung der Krankenhäuser seien daher in den nächsten sechs Jahren Mittel in Höhe von zehn Milliarden Euro nötig.
Zwar gibt es nach der Umfrage genügend Computer an den ärztlichen Arbeitsplätzen. Für die Hälfte der Befragten sind die digitalen Arbeitsmittel aber größtenteils nicht auf einem aktuellen Stand. Nur 19% der Ärzte sind demnach mit der IT-Ausstattung an ihrem Arbeitsplatz zufrieden, 47% sind es nicht, 34% sind unentschieden.

Trotz dieser Widrigkeiten seien andererseits schon jetzt 46% der Klinikärzte davon überzeugt, dass die Digitalisierung die medizinische Qualität ihrer Arbeit verbessere. 18% sehen demnach noch keinen Qualitätszuwachs und 36% können nicht einschätzen, ob es zu einer Verbesserung gekommen ist.
 
Ein ähnliches Bild ergebe sich aus den Antworten auf die Frage, ob durch die Digitalisierung die eigene Arbeit vereinfacht worden sei. 40% antworteten mit Ja, 21% mit Nein und 39% seien unentschieden.

Das Vorstandsmitglied der Ärztegewerkschaft, Peter Bobbert, erklärte: "Jetzt liegt es an der Politik im Bund und in den Ländern, die Modernisierung der IT in den Krankenhäusern endlich in Angriff zu nehmen. Wir brauchen ein staatliches Sonderprogramm zum Aufbau eines adäquaten digitalen Netzes im Krankenhausbereich. Dafür müssen finanzielle Mittel in Höhe von zehn Milliarden Euro in den nächsten sechs Jahren zur Verfügung gestellt werden."

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Sächsische Krebsgesellschaft e.V.: „Aktiv gegen Krebs“

Das Vermitteln von Wissen zum Thema Krebs versteht die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. (SKG) als ihre vordringlichste Aufgabe. Das betrifft das Wissen der Betroffenen, also der an Krebs erkrankten Menschen, die sich in allen
Fragen rund um ihre Erkrankung an die SKG wenden können, wie auch das Wissen der Bevölkerung. "Wir wollen vermitteln, dass man mit Krebs leben kann", erklärt Professor Dr. Ursula Froster, Vorstandsvorsitzende der SKG.

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren

Brustkrebs: Was Frauen über die Früherkennung wissen sollten – und welche Risikofaktoren existieren
© serhiibobyk / Fotolia.com

Etwa jede achte Frau erkrankt hierzulande an Brustkrebs. Insgesamt betrifft dies 72.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Obwohl Brustkrebs in erster Linie eine Erkrankung der Frau nach den Wechseljahren ist, können auch deutlich jüngere Frauen erkranken. Aber – für welche Frau macht welche Untersuchung in welchem Alter Sinn? Das Mammographie-Screening-Programm gilt für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Was insbesondere Frauen außerhalb des „Screening-Alters“...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Marburger Bund: Zehn Milliarden für Digitalisierung der Kliniken"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.