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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
12. Dezember 2017

GKV-Ausgaben für Arzneimittel seit Jahren stabil

„Eine Kostenexplosion durch Arzneimittel gibt es in der Gesundheitsversorgung nachweislich nicht“, so Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender BPI-Hauptgeschäftsführer. Die Entwicklung der GKV-Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland ist seit Jahren stabil. Das belegen die aktuellen Pharma Daten 2017, die der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) heute vorgelegt hat.
Die aktuellen BPI Pharma-Daten wie auch die gestern vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Finanzergebnisse der GKV zeigen: Trotz alternder Gesellschaft und neuer Therapieoptionen entfallen nur rund 8% der GKV-Ausgaben auf die pharmazeutische Industrie für die Versorgung mit Arzneimitteln im ambulanten Bereich. Von den GKV-Gesamtausgaben von 227 Mrd. Euro im Jahr 2016 wurden rund 18 Mrd. Euro dafür ausgegeben. Fakten aus den BMG-Daten: Die Krankenkassen konnten ihre Überschüsse schon in den ersten 3 Quartalen 2017 um weitere 2,5 Mrd. Euro erhöhen. Für den Gesundheitsfonds wird bis Ende 2017 eine Rücklage von über 8,5 Mrd. Euro erwartet. Insgesamt liegen die Rücklagen damit zum Jahresende bei über 27 Mrd. Euro.
 
Eine komfortable Situation, zu der die pharmazeutische Industrie erheblich beiträgt. So zeigen die Analysen der Pharma-Daten, dass die Einsparungen etwa durch Zwangsabschläge seit 2010 auf rund 16 Mrd. Euro kumulieren. In 2016 und 2017 betrug diese Belastung der Industrie jeweils rund 1,7 Mrd. Euro. Außerdem wurden in 2016 fast 4 Mrd. Euro durch vereinbarte Arzneimittelrabattverträge eingespart, und dabei sind Preismoratorium, erweitertes Preismoratorium, Festbeträge, AMNOG & Co. noch nicht berücksichtigt.
 
Dr. Norbert Gerbsch: „Während die GKV ihre finanziellen Spielräume weiter ausbaut, wird der Spardruck auf die Pharmazeutische Industrie immer weiter verschärft, beispielsweise bei der Bildung von Festbetragsgruppen.“ Hier werden zunehmend unterschiedliche Darreichungs-formen ignoriert, ob Spritze oder Pen, Tablette oder Saft, alle landen in der gleichen Gruppe. Für Patienten mit Schluckbeschwerden macht es aber einen Unterschied, ob ein Präparat als Saft oder als Tablette verfügbar ist, und für die Herstellungskosten auch. „Manche dieser Darreichungs-formen erreichen daher nie den deutschen Markt, verschwinden wieder oder werden erst gar nicht entwickelt. Das kann es nicht sein. Wenn der GKV-Spitzenverband hier nicht mit Augenmaß agiert, ist eine schnelle Korrektur des Gesetzgebers gefragt. Die neue Regierung muss die richtigen Weichen stellen, den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland stärken und negative Auswirkung der bisherigen Arzneimittelpolitik auf die Versorgung wie Lieferengpässe und Marktrückzüge korrigieren“, so Gerbsch.
 
Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie



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