Mittwoch, 22. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

28. November 2017 Hartmannbund warnt vor Kompromissen bei Bürgerversicherung

Als „populistischen Reflex“ hat der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, die vom linken Flügel der SPD als ultimative Bedingung für eine große Koalition wiederbelebte Diskussion um die Bürgerversicherung kritisiert. „Dass man sich zunächst jeglicher Verantwortung fürs Regieren verweigert und nun ausgerechnet ein ideologiebeladenes Prestigeobjekt der Parteilinken zur wichtigsten Bedingung für eine mögliche Koalition erhebt, ist ein alarmierendes Signal für die künftige Politik einer möglichen Schwarz-Roten Regierung“, sagte Reinhardt.
Selbst bei den Sozialdemokraten habe sich unter den realpolitischen Vertretern längst auf breiter Front die Erkenntnis durchgesetzt, dass die sogenannte Bürgerversicherung kein einziges Problem des Gesundheitssystems löse und mitnichten eine angemessene Antwort auf die demographische Entwicklung der Gesellschaft sei, so Reinhardt. Statt wirklich zielführende Antworten darauf zu geben, wie künftig immer mehr Leistungen durch immer weniger Beitragszahler finanziert werden sollten, werde aus vermeintlichen Gerechtigkeitsgründen durch die Zerschlagung der Privaten Krankenversicherung mit ihren Rückstellungen für steigende Beiträge im Alter das System zusätzlich geschwächt.
 
Reinhardt: “Wer eine Einheitsversicherung will, der muss den Menschen auch sagen, dass er damit eine Einheitsversorgung auf niedrigem Niveau schafft, in der sich der sogenannte Besserverdiener durch das Einkaufen von Zusatzleistungen dann wirklich zum Gewinner einer neuen Zwei-Klassen-Medizin machen kann“.  Dies sei in Ländern mit einem einheitlichen staatlichen Gesundheitssystem, wie zum Beispiel in Skandinavien oder England, täglich erlebbar. Die Systeme dieser Länder seien keine Blaupause, sondern abschreckendes Beispiel mit Blick auf Leistungsrationierung und Wartezeiten.

Quelle: Hartmannbund


Das könnte Sie auch interessieren

Brustkrebs: Was leisten Prognosetests? Unnötige Chemotherapien vermeiden

Durch die Möglichkeit, Tumore genetisch zu analysieren, hat sich die Krebstherapie gewandelt. Während früher alle Patienten quasi die gleiche Behandlung wie nach dem „Gießkannenprinzip“ erhielten, steht nun zunehmend der einzelne Patient mit seinen individuellen Tumoreigenschaften im Fokus. Bei Frauen mit Brustkrebs hat diese Entwicklung zu sogenannten Prognosetests geführt, die eine Vorhersage über den Nutzen einer Chemotherapie erlauben,...

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung
© ChenPG / Fotolia.com

Viele Krebspatienten schöpfen durch Musik, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten neue Kraft. Doch lange Zeit reichte der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht aus, um die Wirkung von Musik- oder Kunsttherapien zu belegen. Erst in den letzten Jahren wurden hierzu vermehrt psychoonkologische Studien durchgeführt, in denen es gelang, die Steigerung des Wohlbefindens von Patienten durch künstlerische Betätigungen nachzuweisen.

Geballtes Wissen zu Krebs für alle

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten, finden ausführliche Informationen über...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hartmannbund warnt vor Kompromissen bei Bürgerversicherung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.