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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

17. November 2017 So schläft Rheinland-Pfalz Hessen und das Saarland

Viele Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland legen Wert auf regelmäßige Bettzeiten und ausreichend Schlaf, hat die neue Studie der Techniker Krankenkasse (TK) "Schlaf gut, Deutschland" herausgefunden. So gaben etwa 43% der Befragten in den drei Bundesländern an, jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und auch zur gleichen Zeit aufzustehen, bundesweit tun dies nur gut ein Drittel der Befragten. Zudem ist die Schlafdauer vielen Menschen an Main, Rhein und Saar wichtig. So schlummern 57% der Studienteilnehmer sieben Stunden und mehr, bundesweit sind dies nur 48% der Befragten. Allerdings kommen ein Viertel der Befragten nicht die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Hier liegen die drei westlichen Länder gleichauf mit dem bundesweiten Mittel.
Wenige Frühaufsteher an Rhein, Main und Saar

Auch gehören die meisten Menschen in der Drei-Länder-Befragungsgruppe nicht zu den Frühaufstehern. Nur 14% von ihnen verlässt das Bett an Wochentagen vor sechs Uhr, deutschlandweit sind es fast doppelt so viele (27%). Trotzdem liegt fast die Hälfte der Befragten vor 23 Uhr im Bett, weitere drei von zehn bis spätestens Mitternacht. Hier deckt sich das Ergebnis weitgehend mit den Zahlen im Bund.

"Viele Menschen in unserer Region wissen um ihre Bedürfnisse und achten darauf, dass der Schlaf nicht zu kurz kommt. Aber es gibt auch genügend andere, die zu wenig Schlaf abbekommen. Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, woran das liegt", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz.

Jeder Zweite schläft nur selten durch

So werden auch die Menschen an Rhein, Main und Saar von Schlafproblemen geplagt. Jeder Zweite gab an, dass er nur selten durchschlafen kann, jeder Fünfte sagte sogar, dass ihm das nie gelingt. Von häufigen Einschlafproblemen berichten 14% der Menschen und jeder Vierte wacht bereits durch leichte Geräusche auf. Wenig verwunderlich ist es da, dass drei von zehn Befragten in den drei Ländern sich beim Aufwachen nur selten oder sogar nie gut ausgeruht fühlen.

Besonders betroffen von einer schlechten Schlafqualität sind laut Umfrage sogenannte Flex-Beschäftigte, also Arbeitnehmer mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Schichtdienst. In dieser Gruppe klagen vier von zehn über Schlafprobleme. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland arbeitet nach eigenen Angaben jeder fünfte Erwerbstätige im Schichtdienst (21%, bundesweit 17%), 14% haben andere unregelmäßige Arbeitszeiten.

Schichtarbeit kostet zusätzliche Energie

"Wer gegen seine innere Uhr arbeiten und zudem noch an ständig wechselnden Tageszeiten Schlaf finden muss, etwa weil der von einer Schicht in die nächste springt, benötigt zusätzliche Energie. Das geht häufig auf die Schlafqualität und irgendwann auch auf die Gesundheit", erklärt Jörn Simon. "Heutzutage wird von den Arbeitnehmern viel Flexibilität gefordert und die gerade aufgekommene Diskussion um eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes zeigt, dass wir hier noch nicht am Ende angekommen sind", so Simon. "Fest steht aber, dass ohne genügend Schlaf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenbeschwerden, Depressionen und Übergewicht erhöht ist. Und auch die Gefahr für Unfälle und Fehler im Job steigt", erklärt der TK-Landeschef. "Für uns gehört deshalb das Thema Schlaf auch auf die Agenda des Betrieblichen Gesundheitsmanagements", erläutert Simon. Denkbar seien Angebote für eine gute Schlafgesundheit wie ergonomische Schichtsysteme und die Einrichtung von Ruheräumen. Diese kämen dem Wunsch vieler Beschäftigter entgegen, die Möglichkeit für ein kurzes Powernapping zu haben.

Appell an die Eigenverantwortlichkeit

Simon appelliert auch an die Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen. So gäbe es zwar Umstände, die nur schwer zu beeinflussen seien, wie beispielsweise Fluglärm oder das Schnarchen des Partners, aber andere Faktoren, die die Schlafhygiene verbessern könnten, seien häufig mit wenig Aufwand zu ändern. "In der Umfrage gab ein Drittel der Teilnehmer aus der Region an, dass die Zimmertemperatur den Schlaf stört, jeder Fünfte führt Schlafprobleme auf späte oder schwere Mahlzeiten zurück und auch koffein- oder alkoholhaltige Getränke spielen eine nennenswerte Rolle. Und jeder zehnte fühlt sich durch das Smartphone am Bett gestört. Hier ließe sich leicht die eine oder andere Störquelle vermeiden", ist Simon überzeugt.

Online-Training für eine bessere Nachtruhe

Um Menschen zu unterstützen, zu einem gesunden Schlafverhalten zu kommen, bietet die TK ein Online-Schlaftraining an. Es ist über die Website der TK www.tk.de abrufbar.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz


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