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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE

17. November 2017 TK-Studie: Unterm bayerischen Himmel schläft es sich am besten

Drei von vier Erwachsenen in Bayern bezeichnen ihre Schlafqualität als gut oder sehr gut. Das sind so viele wie in keinem anderen Bundesland und neun Prozentpunkte mehr als im Bund. Das zeigt die Studie "Schlaf gut, Deutschland", die die Techniker Krankenkasse (TK) heute vorgestellt hat. Während bundesweit ein Viertel der Erwachsenen (24%) nicht auf die von Gesundheitsexperten empfohlenen sechs Stunden Schlaf kommt, ist das in Bayern nur bei einem Fünftel (20%) der Fall. "Da ist es kein Wunder, dass sich 65% der befragten Bayern immer oder meistens gut ausgeruht fühlen, wenn sie aufwachen", so Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung im Freistaat. "Auch das ist Spitze. Deutschlandweit sagen das nur 60%."
Schlafstörer: Berufliche Probleme und Schichtarbeit

Was die Bayern am häufigsten beim Schlafen stört, sind berufliche Probleme beziehungsweise der Stress im Job. Das geben 39% der Befragten an – der höchste Wert in Deutschland. Im Bundesschnitt sind es zehn Prozentpunkte weniger. Auch unregelmäßige Arbeitszeiten wie Schichtarbeit setzten den Menschen im Freistaat deutlich mehr zu als im Rest der Republik. Jeder zweite Bayer, der Schicht arbeitet, hat Probleme, regelmäßig zu schlafen, wenn sich beispielsweise der Schichtplan ändert. Im Bundegebiet ist es nur jeder Dritte.

Guter Schlaf in Bayern – weniger chronische Erkrankungen

Der Mensch muss sich erholen, um kreativ und leistungsfähig zu sein. Wer schlecht schläft ist  deutlich mehr von gesundheitlichen Beschwerden betroffen. Der gute Schlaf im Freistaat trägt sicher dazu bei, dass nur jeder vierte Bayer wegen einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung regelmäßig einen Arzt konsultiert. Im Bund ist es jeder Dritte. Laut der TK-Studie kommen bei "Schlechtschläfern" verspannte Muskeln, schmerzender Rücken, sich erschöpft und niedergeschlagen fühlen etwa doppelt so häufig vor wie bei "Gutschläfern".

Selbst für gesunden Schlaf sorgen

"Betroffene können oft selbst ihre Schlafhygiene, also Gewohnheiten und Umstände, die den gesunden Schlaf fördern, verbessern", sagt Bredl. Der bayerische TK-Chef weiter: "Eine passende Temperatur im Schlafzimmer, keine schwere Mahlzeiten oder koffeinhaltige Getränke vor dem Schlafen konsumieren und der regelmäßige Abendspaziergang sind kleine Lebensstilveränderungen, die viel bewirken können." Wer dann noch die digitalen Ruheräuber aus dem Schlafzimmer verbannt, hat eine erholsame Nacht. Bei neun Prozent der Erwachsenen in Bayern liegt das Smartphone auf dem Nachttisch oder unter dem Kopfkissen. Im Rest der Republik sind es nur 7%.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Bayern


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