Montag, 17. Dezember 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Supplements
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
Fachinformation
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
27. Oktober 2016

Kinder- und Jugendärzte: "Schlechte Masernimpfquoten sind ein Skandal"

Es wird zu wenig geimpft in Deutschland. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftlerteams vom Versorgungsatlas, die am heutigen Donnerstag veröffentlicht wurde. Nur 63% aller Kleinkinder sind hierzulande vor Vollendung des zweiten Lebensjahres komplett gegen Masern geimpft. "Die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen, teilweise sinkende Impfquoten und die deutlichen Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Impfung sind besorgniserregend. Sie bedeuten: Ob Kinder die lebenswichtige Masernimpfung bekommen, hängt von ihrem Wohnort und von der Einsicht ihrer Eltern ab," so Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Nicht geimpfte Kinder tragen ein hohes Risiko, an Masern zu erkranken und sie gefährden andere ungeimpfte Kinder. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas können sich beim Auftreten von Masern daher größere Krankheitsausbrüche ereignen. Das am 25.07.2015 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention verpflichtet daher Eltern bei der Erstaufnahme in eine Kindertageseinrichtung einen Nachweis darüber erbringen, dass vor der Aufnahme eine ärztliche Beratung in Bezug auf den Impfschutz des Kindes erfolgt ist.

Dr. Thomas Fischbach: "Die verpflichtende Impfberatung soll Eltern in die Lage versetzen, bei der Aufnahme in den Kindergarten eine sachlich fundierte Entscheidung zum Thema Impfen zu treffen. Das begrüßen wir im Prinzip. Nur leider gibt es Eltern, die durch sachliche Argumente nicht zu erreichen sind. Und es gibt Eltern, die ihre Kinder aus Nachlässigkeit nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen bringen oder die überfordert sind und Impftermine daher vernachlässigen. Diese Eltern lassen ihre Kinder nicht impfen. Die Politik blendet diese Tatsache aus. Hier ist endlich ein Umdenken nötig. Gut gemeinte Kampagnen wie "Deutschland sucht den Impfpass", die RKI-Aufklärungsblätter über die MMR-Impfung in 15 Sprachen und auch das Präventionsgesetz mit seiner Impfberatungs- und Überprüfungsvorschrift helfen. Aber sie allein reichen nicht aus. 73.000 ungeschützte Kinder sind der Beweis. Und sie sind eine Mahnung: Wir brauchen eine Impfpflicht. Deutschland hat sich der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, bis 2015 die Masern und Röteln zu eliminieren. Es wird Zeit, dass wir dieses Ziel endlich erreichen."

 
Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e. V.)



Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2018