17. Februar 2015

Riebsamen (CDU): Medizinische Qualität muss gesichert sein

Der CDU-Gesundheitsexperte Lothar Riebsamen wirft den Ländern vor, die Krankenhäuser nicht mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten. Da die Länder ihrer Aufgabe nicht nachkämen, "werden die Erlöse der Krankenhäuser immer mehr zu Investitionszwecken eingesetzt, anstatt Personal- und Behandlungskosten abzudecken", sagte Riebsamen der Deutschen Presse-Agentur. Grundsätzlich gelte: "Eine hohe medizinische Qualität muss auch in Zukunft sicher und gut erreichbar sein."

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) legt an diesem Dienstag ein Gutachten zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus vor. In der Debatte um neue Versorgungsstrukturen sind die Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen niedergelassener Ärzteschaft und Kliniken immer wieder Thema, vor allem im Zusammenhang mit der Krankenhausreform und dem Versorgungsstärkungsgesetz. Die knapp 2000 Krankenhäuser in Deutschland versorgen jährlich 18,8 Millionen Patienten stationär und rund 18 Millionen ambulant.

Riebsamen sagte weiter, die von Bund und Ländern erarbeitete Krankenhausreform orientiere sich "am Patientenwohl und am Bedarf, legt Qualität als Standard und Kriterium fest, belohnt gute Leistungen und droht mit Abschlägen, wo Mängel nicht behoben werden". Zeichne sich ein Krankenhaus durch überdurchschnittliche Qualität aus, würden Zuschläge möglich sein.