29. November 2012

Britische Regierung treibt Pläne für Alkohol-Mindestpreis voran

Im Kampf gegen das Koma-Saufen treibt die britische Regierung ihre Pläne zur Einführung eines Alkohol-Mindestpreises in England und Wales voran: Am Mittwoch begann eine zehnwöchige Beratungsphase zu dem umstrittenen Thema.

Einem Vorschlag des Innenministeriums zufolge soll ein Milliliter reinen Alkohols mindestens 45 Pence kosten - das sind rund 56 Euro-Cent. Eine Flasche Wein würde es dann nicht unter 4,22 Pfund geben, eine Dose starkes Bier nicht unter 1,56 Pfund.

„Es ist eindeutig, dass die Verfügbarkeit von günstigem Alkohol zu gesundheitsgefährdendem Trinkverhalten führt“, sagte Staatssekretär Damian Green. „Es kann nicht sein, dass man eine Bierdose für 20 Pence bekommt.“

Die Regierung hofft, den Alkoholkonsum durch einen Mindestpreis um 3,3% zu senken. Pro Jahr würden dann demnach schätzungsweise 5.000 weniger Verbrechen begangen und 24.000 Menschen weniger ins Krankenhaus eingewiesen werden. Die schottische Regionalregierung plant einen Mindestpreis von 50 Pence (62 Cent).