Donnerstag, 20. September 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
13. März 2018

TK verzeichnet Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler

Techniker Krankenkasse (TK) hat im vergangenen Jahr einen Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler verzeichnet. 5.500 Versicherte hätten sich 2017 an die gesetzliche Krankenkasse gewendet, weil sie bei sich einen Behandlungsfehler vermuteten, sagte eine TK-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Das sei ein Anstieg um 16% im Vergleich zu 2016.
Anzeige:
Fachinformation
 
Die meisten Beschwerden gab es über Behandlungen beim Chirurgen (1.530 Verdachtsfälle). Danach folgten Zahnärzte (921 Verdachtsfälle), Allgemeinmediziner (547 Fälle) und Orthopäden (368 Fälle). Auf die innere Medizin entfielen 230 Beschwerden, Gynäkologen kamen auf 224 und Augenärzte auf 224 Fälle. Im vergangenen Jahr hat die TK den Angaben zufolge mehr als 15 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Medizinrechtsexperte Christian Soltau erklärte: "Die Versicherten sind heute wesentlich kritischer und selbstbewusster als früher." Die "Götter in Weiß" seien heute normale Dienstleister. "Deshalb klingelt bei unserer Beschwerde-Hotline auch häufiger das Telefon." Allerdings bestätige sich nicht jeder Verdachtsfall im Laufe der Überprüfung, unterstrich Soltau. Doch bei etwa jedem dritten Fall erhärteten sich die Hinweise auf einen Behandlungsfehler. Daneben dürfte es noch eine hohe Dunkelziffer an unentdeckten Behandlungsfehlern geben.

Gutachten sind für die gesetzlich Versicherten in der Regel kostenfrei und können auch für Schadensersatzverhandlungen mit dem Arzt, dem Krankenhaus, der zuständigen Haftpflichtversicherung oder vor Gericht genutzt werden. Die deutschen Gesetze müssten nach Soltaus Ansicht noch wesentlich stärker die Patienten schützen. Bisher müsse der Patient den Fahler eindeutig nachweisen. Das sei in aller Regel schwer.
 
Quelle: dpa



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs