Sonntag, 23. September 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
22. Februar 2018

Wissenschaftler für wegweisende Arbeiten in der Krebsmedizin ausgezeichnet

Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung verleihen jährlich den Deutschen Krebspreis für herausragende Leistungen in der onkologischen Forschung – der Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Krebsforscher in Deutschland. In der Sparte „Klinische Forschung“ geht der Preis in diesem Jahr an Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt (Universitätsklinikum Heidelberg und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Heidelberg), den Preis in der Sparte „Translationale Forschung“ erhält Prof. Dr. Michael Baumann (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg), in der Sparte „Experimentelle Forschung“ wird Prof. Dr. Thomas Brabletz (Nikolaus-Fiebiger-Zentrum für Molekulare Medizin, Universität Erlangen) ausgezeichnet. Der Preis wird auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin verliehen.
Anzeige:
Fachinformation
 
Hartmut Goldschmidt ist ein international anerkannter Experte für das Multiple Myelom – diese Krebserkrankung der Plasmazellen, die einen wichtigen Teil des Immunsystems darstellen, ist nach dem Non-Hodgkin-Lymphom die zweithäufigste Blutkrebsart. Unter der Leitung von Hartmut Goldschmidt untersucht die German Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG) seit 1996 alle Phasen dieser Erkrankung in klinischen Studien: vom asymptomatischen Stadium über das neu diagnostizierte Multiple Myelom bis zur mehrfach vorbehandelten Erkrankung. Durch die Integration modernster Therapiebausteine durch eine Hochdosistherapie mit anschließender autologer Blutstammzelltransplantation gelang es der Gruppe, den Anteil der Myelompatienten mit einer kompletten Remission und langer Remissionsdauer deutlich zu erhöhen. Durch genomweite Assoziationsstudien konnte Hartmut Goldschmidt außerdem erbliche Varianten identifizieren, die das Risiko erhöhen, an einem Myelom zu erkranken.
 
Der Radioonkologe und Strahlenbiologe Michael Baumann hat in den Jahren 2004 bis 2016 in Dresden das Nationale Zentrum für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie OncoRay aufgebaut. Seit November 2016 ist Baumann Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und führt den Vorsitz im Lenkungsausschuss des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK). Baumanns wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der individualisierten Radiotherapie, bei der die Bestrahlung durch den Einsatz strahlenspezifischer Biomarker an den jeweiligen Patienten angepasst werden kann. Seine Arbeiten sind außerdem wegweisend für die Weiterentwicklung bildgebender Verfahren in der Radioonkologie, die Hochpräzisions- und Protonentherapie sowie die Behandlung von Lungen- und Kopf-Hals-Tumoren.
 
Im Zentrum der Forschungsarbeiten von Thomas Brabletz steht die Frage nach der Entstehung von Metastasen. Er ging dabei von der Beobachtung aus, dass die Zelldifferenzierung beim Darmkrebs an der Invasionsfront anders verläuft als im Zentrum des Tumors. Als einer der ersten Wissenschaftler schlug Brabletz ein Metastasierungsmodell vor, bei dem migrierenden Krebsstammzellen eine wesentliche Bedeutung zukommt. Für die Etablierung und Ausbreitung dieser Zellen werden längst stillgelegte Signalwege aktiviert, die der Körper während seiner Entwicklung als Embryo genutzt hat, etwa der EMT-Signalweg. Das Schlüsselmolekül dieses Signalwegs, der Transkriptionsfaktor ZEB1, aktiviert eine Vielzahl an Genen, die ein aggressives Tumorwachstum bewirken. Die Arbeiten des Preisträgers zur Plastizität von Krebszellen durch die wechselseitige Regulation von ZEB1 und sogenannten miRNAs markieren ein Durchbruch im Verständnis der Mechanismen bei der Invasion, Ausbreitung, Absiedelung und Therapieresistenz von Metastasen.

Der Deutsche Krebspreis

Der Deutsche Krebspreis wird von der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich zu gleichen Teilen für hervorragende Arbeiten im deutschsprachigen Raum verliehen:
 
  • in der experimentellen onkologischen Grundlagenforschung (experimenteller Teil),
  • in der translationalen Forschung (Transfer experimenteller Forschungsergebnisse in den klinischen Bereich),
  • in der Tumordiagnostik und -behandlung (klinischer Teil).
Stifter des Deutschen Krebspreises sind die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung. Jede Kategorie ist mit 7.500 Euro dotiert.
 
Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG)



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs