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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
22. Dezember 2017

Hilfsbereite Nachbarn – zufriedene Menschen

Menschen, denen es sehr leicht fällt, Hilfe von Nachbarn zu erhalten, schätzen sich selbst als glücklicher und zufriedener ein und fühlen sich auch wohler. Mit einem Gesundheitsindex von 7,6 im dritten Quartal 2017 liegen sie deutlich vor Menschen, denen das sehr schwer fällt (6,3). Insbesondere ältere Menschen haben hier anscheinend Nachholbedarf. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig die soziale Integration für die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Menschen ist. Der Gesundheitsindex ist Teil des Deutschen Gesundheitsmonitors des BAH. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Meinungsumfrage, die das Marktforschungsunternehmen Nielsen vierteljährlich im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller durchführt. Der Gesundheitsindex misst das Gesundheits- und Wohlempfinden der Bevölkerung.
Und wie vielen Menschen fällt es nun leicht, die Hilfe ihrer Nachbarn zu erhalten? Mittlerweile behaupten drei von vier Deutschen, dass sie „sehr leicht“ oder „eher leicht“ von Nachbarschafshilfe profitieren. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im zweiten Quartal 2013.

Leichter tun sich dabei eher Jüngere: So gaben 81% der 18-29-Jährigen an, dass sie (sehr leicht oder eher) leicht Hilfe von Nachbarn erhalten. Ab 70 Jahren bejahen das nur noch 68%. Das ist der geringste Wert unter allen Altersgruppen.

Dabei können ältere Menschen gerade in ländlichen Regionen nicht nur von guten sozialen Kontakten zur Nachbarschaft profitieren. „Auch die heilberufliche Beratung und persönliche Ansprache durch den Apotheker ist gerade für Ältere enorm wichtig“, sagt Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BAH. Das könne im einen oder anderen Fall, vor allem bei leichteren gesundheitlichen Problemen, auch einen Arztbesuch sparen, so Kortland. Gute nachbarschaftliche Beziehungen und ein vertrauensvoller Kontakt in allen möglichen gesundheitlichen Belangen – das sind nicht nur zur Weihnachtszeit unschätzbare Werte.
 
Quelle: Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH)



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