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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. November 2017

Freie Ärzteschaft fordert die künftige Bundesregierung zum Kurswechsel in der Gesundheitspolitik auf

Die Sondierungsgespräche von CDU/CSU, FDP und Grünen für eine künftige Regierungskoalition haben bislang wenig Konkretes ergeben, auch nicht zur Gesundheitspolitik. Für die Freie Ärzteschaft (FÄ) ist jedoch klar, wohin die Reise gehen muss, wenn sich in Deutschland die Medizin nicht gravierend verschlechtern soll.
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Der Verband stellt fünf Forderungen an die laufenden Verhandlungen und das künftige Regierungsprogramm:
 
  • attraktive Bezahlung aller ambulanten ärztlichen Leistungen in festen Eurobeträgen und ohne Budgets
  • sofortige Einstellung des milliardenschweren Pleitenprojekts "Elektronische Gesundheitskarte"
  • Abschaffung der Regresse für Arzneimittel und veranlasste Leistungen
  • Realisierung der transparenten Kostenerstattung
  • Ambulante vor stationärer Behandlung – Schluss mit der Bevorzugung der renditeorientierten Medizinkonzerne

Der FÄ-Vorsitzende Wieland Dietrich betonte am Montag in Essen: "Die ambulante Medizin in den Arztpraxen wird immer weiter an die Wand gedrückt. Wir brauchen dringend eine Kehrtwende, damit wir unsere Patienten wieder so behandeln können, wie diese es brauchen." Hierfür bedürfe es grundlegender Änderungen des Sozialgesetzbuches V durch den Gesetzgeber.

Falls dies nicht passiere, würden die Zahl der Ärzte, die ärztliche Leistungsbereitschaft und der Umfang der kassenärztlichen Tätigkeit weiter abnehmen. Immer mehr Ärzte würden aus ihrem Beruf aussteigen oder ins Ausland gehen, immer weniger Ärzte nachfolgen und Praxen übernehmen. "Die Patienten spüren längst, dass unser Gesundheitssystem krankt, weil sie etwa keinen Arzt finden oder nur reduzierte Leistungen bekommen", erläutert Dietrich. Ambulante Behandlungen mehr in die Kliniken zu verlegen, würde die Lage letztlich verschlimmern, weil dadurch vermeidbare stationäre Behandlungen entstünden, die das Gesundheitssystem eklatant verteuerten.

"Die Tätigkeit niedergelassener Ärzte muss auf breiter Ebene attraktiver werden, damit Ärzte künftig noch in eigener Praxis tätig sein wollen und können", betont der FÄ-Chef. "Die derzeit diskutierten planwirtschaftlichen Versuche, durch Zwang oder Hausarztquoten für Medizinstudenten Abhilfe zu schaffen, werden weitgehend scheitern. Und es zeigt sich inzwischen deutlich, dass die zunehmende Industrialisierung des Gesundheitswesens durch den Zielkonflikt zwischen Ökonomie und humaner, patientenorientierter Medizin immer mehr Probleme schafft."
 
Freie Ärzteschaft e.V.



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