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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
15. September 2017

Gates-Stiftung warnt vor Kürzungen der Entwicklungshilfe

Kindersterblichkeit, HIV, Impfungen – der Kampf gegen Armut und Krankheiten sei in den letzten Jahrzehnten insgesamt gut voran gekommen, sagt Microsoft-Gründer Gates. Aber mit einem neuen Bericht will er auch zeigen: Bei Geld-Kürzungen geht das so nicht weiter. Das Kürzen von Entwicklungshilfe könnte Gates zufolge drastische Folgen haben. Würden beispielsweise die weltweiten Zuwendungen zur Behandlung und Vorbeugung von HIV nur um 10% gekürzt, würden bis 2030 fünf Millionen Menschen zusätzlich an den Folgen der Krankheit sterben, sagte Gates in einem Gespräch mit Journalisten.
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Die Zahlen gehen aus einem Bericht hervor, den die Stiftung von Gates und seiner Frau Melinda am Mittwoch veröffentlichte. Beide engagieren sich seit Jahren im Kampf gegen Armut und Krankheiten auf der Welt.

Der "Goalkeepers" betitelte Bericht untersucht den bislang erreichten weltweiten Fortschritt beim Kampf gegen Armut und Krankheiten und prognostiziert, wie es weitergehen könnte - wenn mehr oder weniger Geld als bislang zur Verfügung gestellt wird. Der erstmals veröffentlichte Bericht soll bis 2030 jährlich aktualisiert werden.

In den vergangenen Jahrzehnten seien "beeindruckende Fortschritte" erzielt worden, heißt es in dem Papier. "Wir sagen aber, dass Fortschritt nicht zwangsläufig passiert", erklärte Gates. "Er ist möglich. Es gibt Helden, Innovationen, Vorbilder. Und es gibt den guten Willen der Menschen, die zusammenkommen werden und das besprechen. Aber der Gegentrend passiert, wenn Länder nicht über diese globalen Dinge nachdenken und es Kürzungen gibt."

Deutschland lobte der Microsoft-Gründer erneut für die "substanziellen Anhebungen" der finanziellen Unterstützung, ohne weitere Angaben zu machen. Für die USA zeigte Gates sich optimistisch, dass der Kongress die von der Regierung von Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Kürzungen vor allem im Bereich der Entwicklungshilfe und HIV-Forschung nicht mittragen werde. "Es sieht so aus, als ob es in den meisten Fällen ungefähr auf demselben Level bleiben sollte. Daran hängt es, denn der Vorschlag hätte uns beispielsweise in Sachen HIV in eine negative Richtung gedrängt."
 
dpa



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