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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
15. September 2017

In Bayern steigt die Zahl der Hantavirus-Infektionen stark an

In Bayern steigt die Zahl der Infektionen mit dem gefährlichen Hantavirus stark an. Seit Jahresbeginn zählten die Behörden im Freistaat bislang 301 Fälle solcher Infektionen, die durch Kontakt mit Mäusekot übertragen werden. Rund 80% aller Fälle wurden allein in den vergangenen vier Monaten gemeldet. Im gesamten Jahr 2016 waren es nur 28 Erkrankungen. Darauf weist die DAK-Gesundheit mit Blick auf aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hin. Mehr als jede fünfte in Deutschland registrierte Infektion stammt aus Bayern.  
Während bis Ende April insgesamt 58 Hantavirus-Erkrankungen gemeldet wurden, waren es von Mai bis Ende August 243 Fälle. Das Virus wird durch Ausscheidungen von infizierten Tieren übertragen. In Mitteleuropa sind dies hauptsächlich die Rötelmaus, die Brandmaus und die Wanderratte. „Derzeit gibt es in Deutschland weder eine spezifische Therapie zur Behandlung des Virus noch eine Impfung“, sagt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit Bayern. „Präventionsmaßnahmen sind die einzige Möglichkeit, um sich zu schützen.“ Sie rät, den Kontakt zu Tierausscheidungen zu vermeiden und keine Lebensmittel oder Geschirr außerhalb des Hauses aufzubewahren. Auch bei der Gartenarbeit und beim Fegen von Gartenhäusern besteht die Gefahr, mit dem Staub die Erreger einzuatmen. Beim Kehren in geschlossenen Räumen soll daher für gute Durchlüftung gesorgt und möglichst Mundschutz getragen werden. Den Tieren sollte zudem der Zugang zu Wohnräumen unmöglich gemacht werden.

Die Erkrankung verläuft ähnlich wie eine Grippe mit drei bis vier Tagen Fieber sowie mit Kopf- Bauch- und Rückenschmerzen. „Das besondere Gesundheitsrisiko besteht darin, dass das Virus die Nieren angreift. Sogar das Versagen der Nieren ist möglich“, erklärt Sophie Schwab. Experten gehen davon aus, dass dies in rund zehn Prozent der Infektionen vorkommt. Hantaviren sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts weltweit verbreitet. Der Name leitet sich vom koreanischen Grenzfluss Hantan ab. Dort erkrankten während des Koreakrieges Anfang der 1950er Jahre über 3.000 Soldaten an schwerem Fieber – wegen des Hantavirus.
 
DAK-Gesundheit Bayern
Literaturhinweise:
Robert Koch-Institut, SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Abfragedatum 13.09.2017



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