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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
03. August 2017

Rahmenvertrag Entlassmanagement: Chance zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Psychiatrie

„Es ist schon sehr viel vorhanden, oft können durch kleine Veränderungen bereits die Vorgaben des Rahmenvertrages zum Entlassmanagement, der am 1. Oktober in Kraft tritt, umgesetzt werden,“ fasste der wissenschaftliche Leiter Dr. Claus Wolff-Menzler, Göttingen, die zentralen Erkenntnisse zweier Fortbildungsveranstaltungen zusammen. 55 medizinische und leitende Führungskräfte psychiatrischer Kliniken und Fachabteilungen nahmen an den kostenpflichtigen Workshops von Janssen Deutschland teil.
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Die Umsetzung des Rahmenvertrages beinhaltet zwar viele Herausforderungen, im Gegenzug ergeben sich aber auch Möglichkeiten, die Behandlung für die Patienten zu verbessern, langfristige Behandlungserfolge zu erreichen und durch bessere Vernetzung auch zur Verringerung von Rehospitalisierungen beizutragen. Strukturiertes Entlassmanagement ist somit eine Chance für mehr Patientenorientierung und kann zur neuen Visitenkarte der Klinik werden.
Der Rahmenvertrag zum Entlassmanagement regelt die Aufgaben des Krankenhauses für den Übergang in die Versorgung nach stationärer Behandlung. Er wurde zwischen dem GKV-Spitzenverband, der kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Deutschen Krankenhausgesellschaft geschlossen und regelt die Umsetzung des Paragraphen § 39 Abs. 1a Satz 9 SGB V. Der Vertrag soll ein strukturiertes Entlassmanagement in multidisziplinärer Zusammenarbeit sicherstellen, allgemeingültige Standards etablieren und die risikobehaftete Entlassung entschärfen. Hierzu sind umfangreiche Vorgaben in dem Rahmenvertrag vorgesehen: Dazu gehört beispielsweise die Bildung multiprofessioneller Teams mit klar geregelten Verantwortlichkeiten und die Erstellung spezifischer Standards für Patienten mit normalem und komplexem Versorgungsbedarf.

Eine zentrale Aufgabe ist die Information der Patienten. Jeder Patient muss über das Entlassmanagement schriftlich aufgeklärt werden und zur Teil-nahme seine schriftliche Einwilligung erteilen. Bezogen auf die klinische Umsetzung regelt der Rahmenvertrag darüber hinaus detailliert, wie der Bedarf eines Patienten nach der Entlassung zu ermitteln und eine Entlass-planung vorzunehmen ist. Diese und weitere Anforderungen sollen schon zum Tag der Entlassung eine nahtlose Überleitung in die Anschlussversorgung sicherstellen.

Individuelle Lösungen für jedes Krankenhaus möglich

Auch wenn der Rahmenvertrag für die Patientenversorgung große Chancen bietet, stellt er für die Kliniken erst einmal eine Herausforderung dar. Da das Entlassmangement viele Prozesse und Strukturen betrifft, sind teilweise umfangreiche und komplexe Neuerungen oder Änderungen erforderlich, die im Hinblick auf den engen Zeitrahmen vorgenommen werden müssen. „Es gibt nicht nur die eine Art, das Entlassmanagement zu organisieren“, ermutigte Professor Dr. Hans-Jörg Assion, Dortmund (Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Dortmund), der die Veranstaltung als Referent unterstützte, die Teilnehmer. Jedes Krankenhaus könne seine strukturelle Lösung erarbeiten – unter Berücksichtigung der Forderungen im Rahmenvertrag.

Strukturen nutzen und neue Anforderungen integrieren

Als positiv wurde in den Veranstaltungen unter anderem herausgearbeitet, dass viele grundsätzliche Schritte und Anforderungen in allen Kliniken bereits vorhanden sind, beispielsweise die Ermittlung der sozialen Situation oder das Assessment zu Pflegemaßnahmen. Diese müssen nur systematisch im Entlassprozess abgebildet und die Dokumente entsprechend angepasst werden. Mit der Neuregelung des Entlassmanagements kommen weitere Anforderungen hinzu, die man zum Teil in bestehende Prozesse integrieren kann. So ist zu klären, inwieweit die Aufklärung der Patienten über das Entlassmanagement bereits bei der Unterschrift des Behandlungsvertrages erfolgen oder das vorhandene Pflege-Assessment ausgedehnt werden kann. Eine große Aufgabe ist es, zu klären, wie das Assessment zur Ermittlung des Entlassmanagement-Bedarfs der Patienten zu etablieren ist und zu welchem Zeitpunkt und durch wen das initiale Assessment erfolgen soll. Bei Patienten, die eine detaillierte Entlassplanung benötigen, müssen frühzeitig der gesamte Bedarf aufgenommen und die notwendigen Maßnahmen in einem Entlassplan dokumentiert werden. Einige Anforderungen im Rahmenvertrag gelten für alle Patienten, wie zum Beispiel der Entlassbrief nach bundeseinheitlichen Vorgaben sowie eine Medikationsplanung zur Information der Weiterbehandler.

Chancen erkennen und Veränderungen begleiten

Eine erfolgreiche und nachhaltige Umsetzung erfordert die umfangreiche Analyse aller relevanten Prozesse und eine intensive Schulung der Mitarbeiter. Wichtig ist, dass alle Beteiligten in den Kliniken das Entlassmanagement als Möglichkeit begreifen, die Versorgung der Patienten zu verbessern. „Die eigene Haltung und wie die nötigen Veränderungen in der Klinik kommuniziert werden, spiegelt sich in der Motivation der Teams wider“, so Wolff-Menzler. Entlassmanagement kann auch als Chance zur Veränderung wahrgenommen werden – für noch mehr Patientenorientierung, für die Zeit nach der Krankenhausbehandlung und als eine neue Visitenkarte der Klinik.

kompass – modulares Therapiekonzept für die Langzeitbehandlung von Schizophrenie-Patienten
  • „kompass“ setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen. Es richtet sich an medizinisch-therapeutisches Fachpersonal und wurde in enger Zusammenarbeit mit Experten aus der klinischen Praxis, Betroffenen sowie Angehörigen entwickelt.
  • Teil des Konzeptes sind kostenpflichtige Fortbildungsveranstaltungen unter der Leitung von Experten aber auch therapieunterstützende Arbeitsmaterialien wie Checklisten, Vorbereitungsbögen und Gesprächsunterlagen. Diese lassen sich mit einem einfachen Klick unter www.kompass-therapiebegleiter.de herunterladen.
  • Weitere Informationen zu den Fortbildungsveranstaltungen und zu „kompass“ können Sie per E-Mail anfordern: jancil@its.jnj.com
 
Janssen-Cilag GmbH
Literaturhinweise:
(1) Rahmenvertrag über ein Entlassmanagement beim Übergang in die Versorgung nach Krankenhausbehandlung nach §39 Abs.1a S.9 SGB V (Rahmenvertrag Entlassmanagement), Online unter: http://www.kbv.de/media/sp/Rahmenvertrag_Entlassmanagement.pdf, Zuletzt aufgerufen am 28.6.2017.
(2) Fortbildungsveranstaltungen „Entlassmanagement Psychiatrie“, Samstag, 20. Mai 2017, Frankfurt, Samstag, 24. Juni 2017, Kassel, unter der wissenschaftlichen Leitung Dr. med. Claus Wolff-Menzler, M.A. Geschäftsführender Oberarzt Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Göttingen, Master of Arts (Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen), Gesundheitscontroller & Qualitätsmanager.
(3) www.gkv-pitzenverband.de/krankenversicherung/krankenhaeuser/entlassmanagement/entlass management.jsp, zuletzt aufgerufen am 28.6.2017.



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