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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Juli 2017

TK-Geburtenreport: Erhöhtes Krankheitsrisiko durch Kaiserschnittentbindung

Kinder, die per Kaiserschnitt entbunden werden, haben später ein deutlich erhöhtes Risiko für Infektionserkrankungen. Beispielsweise steigert ein Kaiserschnitt das Risiko für Atemwegsinfektionen in den ersten zwei Lebensjahren. Das geht aus dem aktuellen Geburtenreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.
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Insgesamt liegt der Anteil der Kaiserschnittentbindungen in Rheinland-Pfalz mit 33,5% über dem Bundesdurchschnitt von 31% und verharrt damit auf den Werten der Vorjahre (2014: 33,5% - 2013: 33,6%). Der höchste Anteil wurde im Ländervergleich für das Saarland registriert (38,5%). Die wenigsten Entbindungen per Kaiserschnitt wurden in Sachsen vorgenommen (24%).

Die Gründe für den Anteil an Kaiserschnittgeburten sind vielfältig: Beispielsweise spielen das steigende Alter der Mütter und der damit wachsende Anteil an Risikoschwangerschaften sowie die inzwischen geringeren Operationsrisiken beim Kaiserschnitt eine Rolle. Der Kaiserschnitt erscheint dabei oftmals als gute Alternative zur vaginalen Geburt. Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, betont aber: "Nach wie vor handelt es sich dabei um einen großen operativen Eingriff, der mit Risiken wie Blutungen oder Infektionen verbunden ist. Natürlich gibt es bisweilen medizinische Gründe für einen Kaiserschnitt. Die natürliche Geburt sollte einem medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitt aber immer vorgezogen werden."

Die TK-Studie zeigt, dass 90% der Kaiserschnitte eine sogenannte "relative Indikation" haben. Das heißt, sie sind aus medizinischer Sicht nicht zwingend notwendig. Zu den relativen Indikationen zählen psychisch motivierte Ursachen wie Stress oder Geburtsangst, aber auch Übergewicht und Darmerkrankungen. Darauf weisen die Erfahrungen der Geburtshelfer und medizinische Studien schon länger hin, oft sind die Zusammenhänge jedoch nicht hinreichend belegt oder bekannt. Hier setzt der TK-Geburtenreport an und liefert Hinweise für eine verbesserte Schwangerenvorsorge.

Der TK-Landeschef fordert ein differenziertes Abwägen bei Schnittentbindungen. "Je schwächer die medizinische Indikation, desto intensiver sollte die Aufklärung und Beratung der Schwangeren über Nutzen und Risiken sein. Wir wünschen uns daher, dass die Geburtshelfer die Schwangeren ermutigen und gemeinsam mit ihnen Lösungen erarbeiten, wie sie ihre Ängste frühzeitig – mit Blick auf eine möglichst interventionsarme Geburt – abbauen können."
 
Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz



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