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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
10. Juli 2017

Genomsequenz des Wilden Emmers erstmals komplett entschlüsselt

Ein internationales Forschungsteam unter Federführung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München hat erstmals die Genomsequenz des Wilden Emmers entschlüsselt. Die Ergebnisse sind jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Sie könnten einen Beitrag leisten, um widerstandsfähigere Weizensorten zu züchten.
 
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Wilder Emmer (Triticum dicoccum) ist die Ursprungsart fast aller Kulturweizensorten und eine der ältesten Kulturpflanzen in der Welt. Wegen seiner brüchigen Ähren hat er in der Landwirtschaft derzeit kaum Bedeutung, jedoch weist er einzelne Merkmale auf, die für die Züchtung verbesserter Weizensorten von großem Interesse sind*.

Die Forschungsarbeit entstand im Rahmen einer internationalen Kooperation mit  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Forschungseinrichtungen. In enger Zusammenarbeit mit Dr. Assaf Distelfeld, einem Pflanzenwissenschaftler der israelischen Universität Tel Aviv, entschlüsselten Dr. Sven Twardziok und Dr. Heidrun Gundlach, beide von der Abteilung Genomik und Systembiologie der Pflanzen (PGSB) am Helmholtz Zentrum München, das gesamte Genom des Emmers. Dieses ist drei Mal größer als das Humangenom.

„Die Kenntnis des Genoms wird zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur globalen Ernährungssicherung leisten können“, sagt Dr. Klaus Mayer, Leiter von PGSB. Weizen macht etwa 20% der weltweit konsumierten Kalorien aus und spielt somit eine große Rolle in der Welternährung. Resistentere Sorten auf Basis genetischer Elemente des Emmers wären von Vorteil.

„Hinzu kommt, dass nun sowohl Einblicke in die über zehntausendjährige Domestikationsgeschichte des Weizens als auch eine gezielte, verbesserte Züchtung gegen Stressresistenzen und auf erhöhten Ertrag möglich ist“, fügt Dr. Manuel Spannagl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am PGSB, hinzu.
 
Helmholtz Zentrum München
Literaturhinweise:
Avni R et. al  (2017) Wild emmer genome architecture and diversity elucidate wheat evolution and domestication. Science doi: 10.1126/science.aan0032



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