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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
23. Mai 2017

Minister Gröhe warnt vor Neid-Debatte um Gesundheitswesen

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat vier Monate vor der Bundestagswahl vor einer Missgunstdebatte um die deutsche Gesundheitspolitik gewarnt. "Auch ein Wahlkampf sollte uns nicht verführen, mit Neid-Parolen über unser Gesundheitswesen herzuziehen", sagte Gröhe zur Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetages am Dienstag in Freiburg. "Solche unproduktiven Debatten sind völlig unangemessen."
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Das aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung bestehende System habe sich bewährt. Es schaffe Gerechtigkeit. Ein Zusammenlegen beider Systeme sei politisch wie finanziell ohne Sinn. Gleichzeitig sagte Gröhe den Ärzten zu, deren Vorschläge für eine Gebührenordnung, sollten sie vorliegen, rasch umzusetzen.

Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, erteilte einer einheitlichen Krankenversicherung eine Absage. Die Bürgerversicherung, wie sie SPD, Linke, Grüne und Gewerkschaften propagieren, «ist in Wahrheit viel ungerechter als das heutige System», sagte er. Sie fördere Ungerechtigkeit und sei «der Turbolader einer echten Zwei-Klassen-Medizin». Die Versorgung von Patienten würde durch eine Bürgerversicherung verschlechtert.

Der Deutsche Ärztetag in Freiburg dauert bis Freitag. Eines der Haupthemen ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
 
dpa



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