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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
19. Mai 2017

Apotheker ohne Grenzen: Arzneimittel müssen sicher sein

In den vergangenen Tagen und Wochen sind Arzneimittelfälschungen und der falsche, resistenzfördernde Einsatz von Antibiotika vermehrt ein Thema in den öffentlichen Medien. Als pharmazeutische Hilfsorganisation sind die Apotheker ohne Grenzen Deutschland (AoG) in vielen Projekten für die Belieferung mit Arzneimitteln verantwortlich, ebenso für deren Qualität. Für die Not- und Entwicklungshilfe bezieht AoG Medikamente aus bekannten Quellen. Die entsprechenden Lieferanten werden von Fachpersonal sorgsam ausgewählt, vor Ort besucht und die Qualität bezogener Chargen regelmäßig in Deutschland kontrolliert.
Zudem sind die Apotheker ohne Grenzen konsequent im Einsatz, um die nicht rationale Verwendung von Antibiotika zu verhindern. So konnte z.B. die ungezielte und überflüssige Abgabe von Amoxicillin-Tabletten in einem Gesundheitszentrum in einem Slum von Buenos Aires durch Einsatz pharmazeutischen Personals um 90% gesenkt werden. Für diese Leistung wurde 2011 der 1. Preis auf dem argentinischen Apothekerkongress vergeben. In Nepal läuft seit längerem das AoG-Projekt „Standard Treatment Protocol“, das einheimische Apotheker und Gesundheitspersonal zum fachgerechten Einsatz von Medikamenten schult. Des Weiteren unterstützt AoG in Indien eine Studie zum „Rational Use of Antibiotics“, um der unbedachten und gefährlichen Abgabepraxis von Antibiotika vor Ort entgegen zu wirken. Nur durch den korrekten Einsatz dieser Medikamente kann die weltweite Zunahme von resistenten Keimen verhindert werden.
 
Das Handlungsmotto der Apotheker ohne Grenzen lautet: Die richtigen Arzneimittel, in richtiger Qualität und richtiger Menge, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, richtig an die Patienten abgegeben. Keine Zwei-Klassen-Pharmazie, sondern gute pharmazeutische Arbeit für alle Menschen - weltweit.
 
Weitere Informationen:
www.apotheker-ohne-grenzen.de
 
Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V.



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