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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
19. Mai 2017

TK: Zeitarbeit schlägt auf die Gesundheit

Zeitarbeiter in Rheinland-Pfalz haben deutlich höhere Fehlzeiten als konventionell Beschäftigte. Im Schnitt waren sie im vergangenen Jahr eine Arbeitswoche länger krankgeschrieben. Die Beschäftigten über alle Branchen hinweg fehlten statistisch gesehen rund 15 Tage, die Zeitarbeiter dagegen 20 Tage. Das ergab eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Seit April 2017 gilt das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Es soll den Missbrauch von Zeitarbeit und Werkverträgen eindämmen. Unter anderem sollen Zeitarbeiter höchstens 18 Monate an einen Arbeitgeber ausgeliehen werden und nach neun Monaten den gleichen Lohn wie die Festangestellten des Betriebs bekommen.
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"Zeitarbeit bietet für viele Menschen die Chance auf einen Arbeitsplatz, den sie sonst vielleicht nicht bekommen könnten. Nichts desto trotz sind die Betroffenen meist sowohl psychisch als auch physisch großen Belastungen ausgesetzt", sagt Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen TK-Landesvertretung.

Psychische Belastung bei Zeitarbeitern groß

Menschen in Zeitarbeit sind darüber hinaus oftmals wesentlich jünger und üben eher Tätigkeiten aus, für die eine geringere Qualifizierung notwendig ist. "Die körperliche und psychische Belastung durch harte Arbeit samt eventueller Zukunftsängste könnten eine Erklärung für die hohen Fehlzeiten bei Zeitarbeitern sein", so Simon. Sie fehlten besonders oft aufgrund von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (4,5 Tage) und Psychischen- und Verhaltensstörungen (3,5 Tage). Eine frühere Umfrage der TK ergab bereits: Menschen in Zeitarbeit fühlen sich durch die schlechteren Jobaussichten, die Unsicherheit des Arbeitsplatzes und das meist niedrigere Einkommen belastet.

 Betriebliche Gesundheitsförderung greift bei Zeitarbeitern kaum

"Aufgrund der meist kurzen Beschäftigungsdauer von ein paar Monaten greift die betriebliche Gesundheitsförderung bei den Zeitarbeitern kaum", betont Simon. "Wir möchten auf die Situation der Zeitarbeiter aufmerksam machen und die Arbeitgeber dazu auffordern, sie in das betriebliche Gesundheitsmanagement einzubeziehen. Hier sind alle Seiten gefragt - die Zeitarbeitsfirmen genauso wie die Unternehmen, in denen Zeitarbeiter beschäftigt werden."
 
Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz



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