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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
08. Mai 2017

Wie sehen gute Bedingungen für Postdocs aus?

„Postdocs leisten einen Großteil von Forschung und Lehre an Universtäten. Dennoch werden sie als eigene Zielgruppe bisher kaum wahrgenommen“, beklagt Professor Dr. Erika Kothe, Vorsitzende des Universitätsverbandes zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland e. V. (UniWiND). „Die Postdoc-Phase beinhaltet selbstständige wissenschaftliche Tätigkeit, ist aber auch eine Phase der weiteren wissenschaftlichen Qualifizierung, in der die Weichen für den weiteren Karriereverlauf möglicherweise nochmal neu gestellt werden“, so die Professorin der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
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Um auf die besonderen Bedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufmerksam zu machen, die nach einer erfolgreich abgeschlossenen Promotion an den Universitäten verbleiben möchten, hat der Vorstand von UniWiND jetzt ein Positionspapier zu Postdocs verabschiedet. Darin wird die Verantwortung für die erfolgreiche Entwicklung und Förderung dieser Postdocs auf drei Ebenen verortet: bei den Postdocs selbst (Eigenverantwortung), bei den direkten Vorgesetzten (Individualverantwortung) und bei den Universitäten bzw. Forschungseinrichtungen (Institutionalverantwortung).
 
Beratung über Karriereoptionen und Transparenz
 
Beratung über Karriereoptionen und Transparenz sind deshalb die Kernpunkte des Positionspapiers des UniWiND-Vorstands, der unter der Gruppe der Postdocs „alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Promotion in Beschäftigungsverhältnissen oder mit Stipendien (i.d.R. bis sechs Jahre nach der Promotion)“ versteht. Ausgehend von der Karrierelogik lässt sich die Postdoc-Zeit in drei Phasen unterteilen:
 
  • Die erste Phase (bis 1 Jahr nach der Promotion) dient der Orientierung und Bewerbung,
  • in der zweiten Phase (1-5 Jahre nach der Promotion) wird ein neues Thema erarbeitet, ggf. verbunden mit einem Forschungsaufenthalt im Ausland,
  • die dritte Phase ist gekennzeichnet durch Beschäftigung (z.B. im Rahmen von Projekten).
 
Der Hauptteil der Qualifizierung in der Postdoc-Phase erfolgt durch eigenständige Forschung. Mindestens 50% der Arbeitszeit sind daher für die eigenständige Forschung einzuplanen. Weitere Qualifizierungsfelder sind durch die Postdocs eigenverantwortlich festzulegen. Weder von ihren Vorgesetzten noch von den Universitäten sollten sie in dieser Freiheit eingeschränkt werden. Grundsätzlich gilt: Das Angebot zusätzlicher Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Karriereberatung, Mentoring) ist wichtig, die Teilnahme daran sollte jedoch immer freiwillig erfolgen.
 
Wegen der Unsicherheiten in der Karriereplanung ist eine frühzeitige Klärung und individuelle Beratung zu Karriereoptionen wichtig. Die Universitäten haben hier aus Sicht des UniWiND-Vorstands eine Verantwortung in der Ausgestaltung von Stellen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss berücksichtigt werden.
 
Im zweiten Teil des Positionspapiers sind konkrete Handlungsempfehlungen formuliert, die Universitäten unterstützen sollen, optimale Bedingungen für Postdocs zu schaffen.
 
Das vollständige Positionspapier des UniWiND-Vorstands „Postdocs als selbstständige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Wie sehen gute Bedingungen aus?“ ist zu finden unter: http://www.uniwind.org/publikationen/positionen1/positionspapier-des-vorstands-zur-postdoc-phase-2017/.
 
Friedrich-Schiller-Universität Jena



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