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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
26. April 2017

Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

Daten quasi in Echtzeit über große Entfernungen auszutauschen – mithilfe moderner Kommunikationsmittel ist das heute selbstverständlich geworden. Damit eröffnen sich auch für die medizinische Versorgung völlig neue Möglichkeiten: Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie etwa Bluthochdruckpatienten, Asthmatiker oder Diabetiker, können die für ihren Krankheitsverlauf relevanten Messwerte zeitnah an ihren Arzt übermitteln. Darüber, welche Chancen die Telemedizin bietet, aber auch welche Risiken mit einer zunehmenden Digitalisierung verbunden sind, diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) im Rahmen ihres Jahreskongresses.
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Die Möglichkeiten zur telemedizinischen Überwachung sind gekoppelt an die Entwicklung von Messgeräten, die einfach zu handhaben sind und zuverlässige Messwerte liefern. Solche Geräte stehen inzwischen für eine Vielzahl von Messungen zur Verfügung, etwa um Blutdruck, Gewicht, Blutzucker, Puls oder den Peak-Flow zu erfassen. „Die sehr gute Datenqualität erleichtert eine zeitnahe und ortsungebundene Therapiesteuerung und erhöht die Sicherheit von Patient und Arzt“, sagt Prof. Dr. med. Martin Middeke, Leiter des Hypertonie-Zentrums München. Für sein Fachgebiet gebe es bereits eine Fülle von Studiendaten, die belegen, dass sich die Telemedizin positiv auf die Blutdruckeinstellung und die Versorgung von Hypertonikern auswirke.
 
Neben der Übermittlung von Messdaten vom Patienten zum Arzt – dem Telemonitoring – umfasst die Telemedizin auch die Therapiesteuerung und die Kommunikation mit dem Patienten: Per Telefonanruf, SMS oder über E-Mail wendet sich der Arzt an den Patienten, um steuernd in die Therapie einzugreifen – etwa um die antihypertensive Medikation anzupassen. Den zuweilen geäußerten Vorwurf, die Telemedizin schwäche aufgrund der räumlichen Distanz das Arzt-Patient-Verhältnis, möchte Middeke daher nicht gelten lassen. „Ich erlebe es als Vorteil, die Alltagssituation des Patienten besser beurteilen und regelmäßig darüber kommunizieren zu können“, sagt der Münchener Internist. Das Verhältnis zu seinen Patienten werde dadurch deutlich gestärkt.
 
Während die Telemedizin definitionsgemäß die ärztliche Tätigkeit am und mit dem Patienten über eine räumliche Distanz hinweg umfasst und so eine enge Interaktion zwischen Patient und Arzt gewährleistet, sind Patienten bei der Anwendung von Gesundheits-Apps weitgehend auf sich allein gestellt. Diese elektronischen Anwendungen, die im Internet zu Zehntausenden zum Herunterladen bereit stehen, werden von vielen Medizinern daher deutlich kritischer betrachtet. „Apps, die Ernährungs- und Fitnesstipps geben oder bei der optimalen Einstellung des Blutzuckers helfen sollen, können nützlich sein. Sie können aber auch viel Schaden anrichten“, sagt Prof. Dr. med. Dr. h. c. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel. Daher sei es dringend nötig, Qualitätskriterien für Gesundheits-Apps festzulegen. Auch sollten Ärzte über die aktuellen digitalen Entwicklungen auf ihrem Fachgebiet auf dem Laufenden gehalten werden. In welcher Form das geschehen kann und wer die ständig neu auf den Markt drängenden Apps nach welchen Standards bewertet – Eckpunkte hierzu soll eine Arbeitsgruppe innerhalb der DGIM erarbeiten, die im Mai 2017 im Rahmen eines Symposiums erstmals zusammentreten wird.

Weitere Informationen unter:
https://www.journalmed.de/veranstaltungen/anzeigen/123_Kongress_der_Deutschen_Gesellschaft_Innere_Medizin
 
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)



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