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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
22. März 2017

Forschende Pharma-Unternehmen sind Partner bei der Entwicklung neuer Tuberkulose-Medikamente

"Tuberkulose zählt zu den großen globalen Gesundheitsproblemen: Fast zwei Millionen Menschen sterben jährlich daran, viele weitere können krankheitsbedingt ihre Familie und sich selbst nicht mehr versorgen. Deshalb wirken forschende Pharma-Unternehmen an der Entwicklung neuer Tuberkulose-Medikamente mit - meist im Rahmen von Product Development Partnerships mit nicht-industriellen Partnern. Damit leisten sie einen Beitrag zur Verbesserung der globalen Gesundheitsversorgung, die auch Thema bei den diesjährigen Beratungen der G20-Nationen unter deutscher Gastgeberschaft ist." Das sagt Birgit Fischer, die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), mit Blick auf den Welt-Tuberkulose-Tag am 24. März.
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Bislang können Tuberkulose-Patienten nur durch eine mindestens sechsmonatige und nebenwirkungsreiche Therapie geheilt werden. Sind die Erreger multiresistent, dauert die Behandlung sogar bis zu zwei Jahren. Das stellt harte Anforderungen an das Durchhaltevermögen der Patienten und ist in Ländern mit fragiler Arzneimittellogistik und knappen Gesundheitsbudgets schwer zu realisieren.

Um speziell die multiresistenten Formen von TB zu bekämpfen, brachten Unternehmen 2014 erstmals nach rund 20 Jahren wieder zwei neue TB-Medikamente heraus. Diese werden in gut überwachten Programmen angewendet, damit sie möglichst lange wirksam bleiben. Aber weitere "Resistenzbrecher" werden gebraucht und finden sich auch unter den Medikamenten, die derzeit entwickelt werden. Andere Medikamente werden entwickelt mit dem Ziel, die Behandlungszeiten auf unter vier Monate zu verkürzen.

Derzeit sind zwölf Medikamente gegen Tuberkulose in klinischer Erprobung (in Studien der Phasen I bis III) - stets kombiniert mit weiteren Mitteln, da Tuberkulose nicht mit Einzelmedikamenten behandelt werden darf (um nicht die Resistenzbildung zu fördern). Die Projekte werden meist im Rahmen von Product Development Partnerships wie der TB Alliance durchgeführt, in denen Stiftungen, staatliche und nicht-staatliche Organisationen, Forschungsgruppen und Unternehmen kooperieren. Manche Projekte werden aber auch von Unternehmen oder nicht-industriellen Einrichtungen allein durchgeführt.
Einen Überblick über die Medikamente in Entwicklung bietet das Schaubild unter:
http://www.vfa.de/tb-pipeline.pdf
 
vfa



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