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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
20. März 2017

Reform des Medizinstudiums stockt

Eine Stärkung der Allgemeinmedizin schon im Medizinstudium hat sich Schwarz-Rot auf die Fahnen geschrieben. Doch bei der Umsetzung des "Masterplans" hakt es. Die Kultusminister der Länder wollen mehr Geld für das Projekt. Die von Bund und Ländern geplante Reform des Medizinstudiums zur Stärkung des Hausarztes im Gesundheitswesen stockt. Die Kultusministerkonferenz (KMK) lehnte bei ihrer Frühjahrstagung am Donnerstag und Freitag in Berlin eine Zustimmung zum "Masterplan Medizinstudium 2020" ab, weil die Finanzierung nicht gesichert sei.
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Die Gespräche zwischen Wissenschafts- und Gesundheitsministerien der Länder würden nun am Dienstag (21.3.) auf Staatssekretärsebene fortgesetzt, hieß es am Freitag von der KMK. Am 31. März solle dann auch das Bundesgesundheitsministerium wieder mit am Tisch sitzen.

Nach Worten von KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann (CDU) aus Baden-Württemberg ist bisher "die Finanzierung wesentlicher Teile des Masterplans ungewiss". Die vollständige Umsetzung der Reform sei "aus Sicht der Wissenschaftsministerien der Länder nur möglich, wenn hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Wir erwarten einen angemessenen Finanzierungsbeitrag des Bundes und der für die ärztliche Versorgung zuständigen Träger."

CDU/CSU und SPD hatten 2013 in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt: "Für eine zielgerichtetere Auswahl der Studienplatzbewerber, zur Förderung der Praxisnähe und zur Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium wollen wir in einer Konferenz der Gesundheits- und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern einen "Masterplan Medizinstudium 2020" entwickeln." Den Plänen zufolge könnte es dann bei der Zulassung zum Studium eine "Landarzt-Quote" geben: Wer sich bereit erklärt, später als Hausarzt aufs Land zu gehen, soll auch ohne bisher notwendige Einser-Abiturnote einen Studienplatz erhalten.

Der Vorsitzende der Ärzteorganisation Marburger Bund, Rudolf Henke, sagte am Freitag: "Eine Reform ohne solides Finanzkonzept ist zum  Scheitern verurteilt. Es ist deshalb hochgradig irritierend, dass nach mehr als zwei Jahren Beratungen grundlegende Fragen der
Finanzierung des "Masterplans Medizinstudium 2020" immer noch ungeklärt sind."

Zugleich berge die ablehnende Entscheidung der KMK die Chance, statt unsinniger Maßnahmen die Studienplatzmisere zu lösen. Der Masterplan bleibe Stückwerk, "wenn damit nicht auch die Verpflichtung verbunden ist, mindestens 1.000 Ärztinnen und Ärzte pro Jahr mehr auszubilden", sagte Henke. Auch der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hatte kürzlich eine Aufstockung der Medizinstudienplätze um 10% verlangt. Pro Jahr schließen nach Angaben der Kultus- und Wissenschaftsminister 10.000 Medizinstudenten ihr Studium ab.
 
dpa



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