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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
16. März 2017

Stärkung der Intensiv- und Notfallmedizin in der Inneren Medizin

Internistische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für eine notfallmäßige Krankenhausbehandlung. Auch auf den Intensivstationen, wo besonders schwer kranke Patienten therapiert werden, stehen internistische Erkrankungen oft im Vordergrund. Aufgrund des Mangels an speziell intensiv- und notfallmedizinisch qualifizierten Internisten übernehmen Ärzte anderer Fachgebiete jedoch zunehmend die Verantwortung für die Versorgung dieser Patienten. Um eine optimale Betreuung von internistischen Notfallpatienten auch weiterhin zu gewährleisten, fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), dem Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) und weiteren Fachgesellschaften eine Stärkung der Internistischen Intensivmedizin und Notfallmedizin.
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Notfallpatienten, die eine stationäre Behandlung benötigen, können in der Regel der operativen oder der konservativen Intensivstation zugeordnet werden. Bei kleineren Krankenhäusern teilen sich beide häufig eine Station. Aufgrund der unterschiedlichen fachlichen Ausrichtung sollte die konservative Intensivmedizin einem Internisten unterstehen, die operative einem Chirurgen oder Anästhesisten, dies legten verschiedene medizinische Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Empfehlung fest. „Idealerweise wird die Leitung durch einen Internisten besetzt, der über die Zusatzweiterbildung Intensivmedizin verfügt. Aufgrund des Mangels an entsprechend qualifizierten Internisten lässt sich dies aber derzeit nur bedingt umsetzen“, sagt Professor Dr. med. Dr. h.c. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel.
 
Kürzlich bemängelte auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) bei Intensivstationen mit internistischer Leitung das Fehlen der Zusatzweiterbildung Intensivmedizin und benannte eben diese Qualifikation als Vorrausetzung für die Abrechnung intensivmedizinischer Komplexbehandlungen. Als Konsequenz daraus haben bereits erste Krankenhausverwaltungen privater Träger im norddeutschen Raum internistischen Abteilungen die Verantwortung für ihre Intensivstation entzogen und diese den Anästhesiologen übertragen. „Diese Entwicklung halten wir für nicht hinnehmbar, daher bemühen sich DGIM und DGIIN nun gemeinsam darum, strukturelle Defizite zu beheben und damit die Versorgungsqualität auf den Intensivstationen auch weiterhin zu sichern“, sagt Professor Dr. med. Reimer Riessen, Leitender Oberarzt der Internistischen Intensivstation am Universitätsklinikum Tübingen und Präsident der DGIIN. „Aber auch in zentralen Notaufnahmen müssen Internisten in die Versorgung der Patienten stark eingebunden sein und sich für Leitungspositionen qualifizieren.“
 
Im Rahmen der „Aktion Internistische Intensiv- und Notfallmedizin“ haben die DGIM und DGIIN gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Internisten e.V. und weiteren Fachgesellschaften ihre Mitglieder aufgefordert, auf ihren Intensivstationen und Notaufnahmen die Strukturen und personellen Qualifikationen zu evaluieren und gegebenenfalls zu optimieren. „Besonders wichtig ist uns, die Weiterbildung beziehungsweise Zusatzweiterbildung im Bereich der Intensiv- und Notfallmedizin stärker als bisher zu fördern und mehr Internisten in angemessene und attraktive Leitungspositionen zu bringen“, so Riessen. Um sie für diese Bereiche in Zukunft besser ausbilden zu können, soll die novellierte Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin auch längere Rotationszeiten auf einer Intensivstation oder Notaufnahme ermöglichen, die dann bei einer Weiterbildung zum Intensivmediziner auch mehr als bisher angerechnet werden können. Auch fordern DGIM und DGIIN die im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes in Zukunft vorgesehenen Sonderzuschläge für Krankenhäuser, die an der Notfallversorgung teilnehmen, gezielt für die Verbesserung der notfall- und intensivmedizinischen Versorgung einzusetzen. „Wir müssen diesen ganz entscheidenden Baustein unserer Versorgungsstruktur stärken, um passend qualifizierte Ärzte dafür gewinnen zu können – nur so kann die Notfallversorgung, wie wir sie heute kennen und schätzen, weiterhin in dieser Form bestehen“, sagt Fölsch.
 
Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM)



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