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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
27. Februar 2017

Die Universität Ulm ist 50

Mit einem Festakt und einem Ball hat die Universität Ulm am Freitag, 24. Februar, ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Unter den Jubiläumsgästen waren der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie Professor Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der den Festvortrag über die „pluralistische Universität“ hielt. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch überbrachte ein besonderes Geschenk.
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Am 25. Februar 1967 ist die Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule Ulm mit einem Festakt im Kornhaus gegründet worden. Der Lehrbetrieb startete im Wintersemester 1969 mit nur rund 60 Studierenden in provisorischen Räumen in der Innenstadt. 50 Jahre später ist die forschungsstarke Universität Ulm Mittelpunkt der Wissenschaftsstadt – und im Jubiläumsjahr wird mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Den offiziellen Auftakt markierte der Festakt im Congress Centrum Ulm (CCU) am Freitagnachmittag mit mehr als 900 Gästen. Unter den prominenten Gratulanten waren der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch, der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Professor Peter Strohschneider sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Stadt, Land und Bund. Neben dem ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Professor Erwin Teufel und zahlreichen Parlamentariern nahmen etliche Universitätsrektoren und Kanzler am Festakt teil. Im Anschluss tanzten mehr als 400 Gäste beim Jubiläumsball im CCU in den eigentlichen Uni-Geburtstag am 25. Februar hinein.

 In internationalen Rankings zählt sie seit einigen Jahren zu den besten jungen Unis Deutschlands. Hohe Drittmitteleinwerbungen, vier DFG-Sonderforschungsbereiche, sechs ERC Grants sowie renommierte Nachwuchsprogramme belegen die Forschungsstärke der jüngsten Landesuniversität. Das Fächerspektrum ist weiterhin medizinisch, naturwissenschaftlich, mathematisch und technisch geprägt, doch inzwischen studieren fast 11 000 junge Menschen an der ursprünglich auf 1600 Studierende ausgelegten Hochschule. „Nach einem halben Jahrhundert ,Universitätsgeschichte‘ darf man gerne feststellen, dass sich die Universität Ulm seitdem prächtig entwickelt hat“, sagte Professor Weber in seinem Grußwort. Ein stetiger Ausbau um neue Fächer habe dazu beigetragen, dass die Universität heute ein nahezu einzigartiges und fokussiertes Profil vorweisen könne, welches sie auch gegenüber anderen Standorten heraushebe.

„Es gab schon vor 50 Jahren gute Argumente für eine Universität auch in Ulm: Der Einzugsbereich, die bereits vorhandene Exzellenz und die Wirtschaftskraft der Region. Vor allem aber ist die Universität Ulm wie  keine andere unserer Landesuniversitäten auf Wunsch und mit Unterstützung der Bürger der Stadt entstanden“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Gemeinsam mit der Hochschule Ulm und der Hochschule Neu-Ulm bildet die Universität heute ein Trio, das in Sachen Wissenschaft und Forschung den Ton in der Region angibt.“ Der Ministerpräsident machte den Erfolg der Universität Ulm bei den „Regionalen Forschungsallianzen“ publik. Vom Land mit 900 000 Euro gefördert, überträgt eine interdisziplinäre Forschergruppe der Universitäten Ulm und Stuttgart sowie des Max Planck-Instituts für Festkörperforschung Erkenntnisse der Quantenwissenschaften in die industrielle Anwendung. Möglichkeiten reichen von hochsensiblen Sensoren bis zu Magnetresonanztomographen, mit denen sich Stoffwechselprozesse beobachten lassen.

In seinem Grußwort unterstrich der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) ebenfalls die Bedeutung der Ulmer Universität für Stadt und Region. Czisch betonte, dass die Universität Ulm und in deren Folge die Einrichtungen der Wissenschaftsstadt Ulm den Weg in die Wissensgesellschaft geebnet hätten: „Was Ulm heute ist, was es an Chancen in den letzten Jahren erhalten und wahrgenommen hat, das verdankt es auch seiner Universität.“ Bildung und Innovation komme in Zeiten von Globalisierung und Wissensgesellschaft ein besonderer Stellenwert zu. „Man mag sich nicht ausmalen, wo wir heute stünden, wenn damals die Entscheidung für die Ulmer Universitätsgründung nicht getroffen worden wäre. Wir wissen heute sehr gut, dass ohne die Universität, die Hochschule und die Einrichtungen der Wissenschaftsstadt der Strukturwandel in unserer Region nicht so erfolgreich gelungen wäre.“

Für die Stadt sei das 50-jährige Jubiläum daher auch Anlass, einen weiteren Impuls zu setzen. Czisch kündigte an, die Stadt werde eine Stiftungsprofessur „Vernetzte Mobilitätssysteme“ ins Leben rufen, mit dem Ziel, das Thema „Digitale Mobilität“ zu vertiefen, das, so der Oberbürgermeister, „eines der ganz großen Themen der künftigen städtischen Entwicklung“ sei.
 
Universität Ulm



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