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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
09. Februar 2017

Kinder- und Jugendärzte: "Keuchhusten: Unsere Kollegen müssen mehr impfen"

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 2016 mehr als 22.000 Menschen an Keuchhusten erkrankt - so viel wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2013. Seit Jahresbeginn wurden bereits 1554 neue Keuchhusten-Patienten an das RKI gemeldet. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sieht den Grund dafür in Impflücken und kritisiert die Erwachsenenmediziner.
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"Wir Kinder- und Jugendärzte impfen möglichst auch immer die Angehörigen mit gegen Keuchhusten. Aber mit unserem Engagement erreichen wir nicht alle. Allgemeinärzte und Gynäkologen müssen mehr als bisher darauf achten, dass sie Impflücken schließen," so BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach heute in Düsseldorf. "Die Zahlen des RKI zeigen deutlich, wo Impflücken bestehen, wo nicht genug aufgeklärt und geimpft wird. Nach den jüngsten RKI-Daten für 2014 sind fast 97% der Kinder in Ostdeutschland und 95% in Westdeutschland bei der Einschulung gegen Keuchhusten geschützt. Bei den Erwachsenen ist es je nach Lebensalter nur jeder Fünfte bis Zehnte. Bei jungen Eltern hat ein Drittel einen Impfschutz, bei Schwangeren ein Fünftel. Keuchhusten ist also offenbar bei Erwachsenen und auch bei Allgemeinärzten und Gynäkologen noch nicht vollständig im Bewusstsein. Das muss sich dringend ändern, denn Keuchhusten ist alles andere als harmlos. Gerade im ersten Lebensjahr, wenn der Impfschutz noch nicht vollständig ist, kann Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Kinder sein."
 
Keuchhusten ist hochansteckend

Keuchhusten (Pertussis) ist weltweit eine der häufigsten Atemwegsinfektionen. Er wird durch Bakterien verursacht und ist hochansteckend, für Neugeborene sogar lebensbedrohlich. Am Anfang leiden die Betroffenen für ein bis zwei Wochen unter leichten Beschwerden wie Schnupfen, Husten und Schwächegefühl. Danach ist ein langwieriger, trockener Husten typisch. Es kommt - vorwiegend nachts - zu krampfartigen Hustenstößen, die häufig mit einem keuchenden Einziehen der Luft enden. Die Infektion dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Nur im Frühstadium lässt sich Keuchhusten erfolgreich mit Antibiotika behandeln.

Für Erwachsene: Auffrischungsimpfung empfohlen

Die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten für Erwachsene wird seit 2009 empfohlen. Sie wird mit der Impfung gegen Tetanus und Diphtherie kombiniert. Weder eine durchgemachte Erkrankung noch die Grundimmunisierung im Kindesalter schützt ein Leben lang vor der Erkrankung. Erlischt der Impfschutz, können sich Menschen auch nach überwundener Infektion erneut anstecken. Ist eine junge Mutter nicht geimpft, hat ihr Baby bis zur ersten Immunisierungsmöglichkeit im Alter von zwei Monaten keinen Schutz.
 
Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ)



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