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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
28. November 2016

Psychische Belastung am Arbeitsplatz ist allgegenwärtig

Arbeiten in Deutschland bedeutet für viele vor allem eines: Stress. So haben fast drei Viertel (71%) der Arbeitnehmer das Gefühl, im Arbeitsalltag größerer psychischer Belastung ausgesetzt zu sein, als gut für ihre Gesundheit ist. Fast die Hälfte (49%) klagt darüber, dass Stress ihre Leistungsfähigkeit einschränkt. Ebenso viele befürchten sogar, deshalb in einen Burnout zu geraten. Das ergab eine repräsentative Umfrage zur psychischen Belastung der Deutschen am Arbeitsplatz, die die Allianz zusammen mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS durchgeführt hat. In einem Interview wurden der Ärztin und Psychotherapeutin Dr. med. Nilufar Heydari Fragen zum Stress im Job gestellt:
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Im Dunkeln auf dem Weg zur Firma, im Dunkeln wieder nach Hause: So erleben viele Berufstätige ihre Arbeitstage im November und Dezember. Schlägt das nicht irgendwann aufs Gemüt?

Dr. Heydari: Sicher trägt die Dunkelheit in den Wintermonaten dazu bei, dass viele Menschen sich nicht so aktiv fühlen und sich eher zurückziehen. Das heißt aber nicht, dass Probleme mit der Psyche ein Winterphänomen sind. Schaut man sich nur einmal die Arbeitswelt an, sind seelische Beschwerden der zweithäufigste Grund, warum Arbeitnehmer sich krank melden – das ganze Jahr über.
 
Die aktuelle Allianz-Umfrage zur psychischen Belastung von Arbeitgebern zeigt, dass junge Leute sich besonders gestresst fühlen: 54% der 18-34-Jährigen hatte schon einmal die Befürchtung, in einen Burnout zu geraten. Die Älteren sind da gelassener. Warum?

Dr. Heydari: Vielen fällt es heutzutage generell schwer, abzuschalten. Im Beruf erwarten Kollegen und Chefs, dass man schnell reagiert. Auch das Privatleben bietet oft keine Entspannung mehr, denn dank Facebook, WhatsApp und Co. sind viele permanent „auf Abruf“. Das setzt vor allem die Jüngeren, Technikaffinen unter Druck.
Die Älteren können im Beruf Stress oft durch Erfahrung und eine gewisse Routine kompensieren. Ähnliches gilt fürs Privatleben – hier lassen sich Ältere nicht so sehr aus der Ruhe bringen. Sie setzen deutlicher Prioritäten, was ihnen in ihrer Freizeit wirklich wichtig ist und wo sie vielleicht nicht unbedingt „dabei sein“ müssen.
 
Über drei Viertel der befragten Arbeitnehmer verlangen von ihrem Arbeitgeber, sich um sie zu kümmern, wenn sie überlastet sind – nach dem Motto: Wer viel fordert, muss entsprechende Gegenleistungen bieten.

Dr. Heydari: Arbeitnehmer von heute sind da durchaus selbstbewusst, das ist richtig. Vor allem den Jüngeren ist eine gesunde Work-Life-Balance wichtiger als früheren Generationen. Arbeitgeber müssen sich heutzutage aber auch klar darüber sein, dass ihre Mitarbeiter stärkeren psychischen Belastungen ausgesetzt sind als noch vor 20 Jahren. Die Unsicherheiten, mit denen die Menschen umgehen müssen, sind einfach größer – im Job wie auch im Privatleben.  Wer als Chef diese Tatsachen im Hinterkopf hat, trägt schon viel zur Gesundheit in seinem Betrieb bei. Dabei soll er natürlich nicht den Einzelfall lösen. Aber er kann Hilfsangebote machen.
 
…die die Leute dann auch annehmen müssen. Laut Umfrage können sich aber zum Beispiel 57% der Befragten nicht vorstellen, zu einem Psychologen zu gehen und sich dort helfen zu lassen. Woran liegt das?

Dr. Heydari:  Zum einen an den oft langen Wartezeiten für einen Termin. Zum andern gibt es eine große Gruppe von Menschen, die einen solchen Termin aus persönlichen Gründen ablehnen, besonders jüngere. Einer telefonischen psychologischen Betreuung stehen dagegen viele aufgeschlossener gegenüber – sagt übrigens auch die Umfrage: 68% der Teilnehmer würden sich von einem solchen Coaching Hilfe versprechen. Die Hemmschwelle, eine Telefon-Beratung in Anspruch zu nehmen, ist für viele Menschen niedriger. Denn sie bestimmen Zeit und Ort des Gesprächs selbst – sprechen also zum Beispiel nach der Arbeit und von Zuhause aus mit ihrem Berater. Zudem kann ein Coaching via Telefon helfen, die oft langen Wartezeiten für eine notwendige Psychotherapie zu überbrücken, oder eine Therapie in leichten Fällen sogar überflüssig machen.
 
Mehr zur Allianz Umfrage „Psychische Belastung von Arbeitnehmern in Deutschland“:
https://www.allianzdeutschland.de/allianz-umfrage-jeder-zweite-hat-angst-vor-burnout-/id_79432800/index
 
Stress erkennen und bekämpfen: Alarmsignale und erste Tipps zur Abhilfe:
https://gesundheitswelt.allianz.de/themen/stress_entspannen/erschoepfung_vorbeugen/
 
Mehr zur Anti-Burnout-Versicherung der Allianz mit telefonischem Coaching:
https://www.allianzdeutschland.de/neue-tarife-fuer-vorsorge-und-zaehne/id_79173106/index
 
Allianz Deutschland



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