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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
03. November 2016

Neue Horizonte und innovative Anwendungen in der Medizinischen Physik

Mit großem Erfolg fand die 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) e. V. und die 19. Jahrestagung der Deutschen Sektion der International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) e. V. vom 7. bis 10. September 2016 im Kongresszentrum in Würzburg statt. Unter dem Motto "Neue Horizonte in der Medizinischen Physik" und unter der Leitung von Prof. Laura Schreiber (DGMP) und PD Dr. Jan Hövener (ISMRM) tauschten sich über 850 international renommierte Wissenschaftler über neue Erkenntnisse aus allen Bereichen der Medizinischen Physik aus und diskutierten ihre wissenschaftlichen Ergebnisse.

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7-Tesla-MR-Tomograph zur Bildgebung des Herzens

Gemäß dem Tagungsmotto wurden nach der Tagungseröffnung durch Prof. Markus Sauer, Biozentrum der Universität Würzburg, mit dem Vortrag "Bildgebung auf molekularer Ebene - die Zukunft der Super-Resolution-Mikroskopie" weitere "neue Horizonte" erschlossen. International renommierte Experten gaben einen wissenschaftlichen Ausblick auf verschiedene Aspekte des Herzens: Prof. Olaf Dössel aus Karlsruhe berichtete zum Thema "Physik des Herzens" über Computermodelle des Herzens für Diagnostik und Therapie, Prof. Maria Siebes aus Amsterdam über die Darstellung der kleinsten Gefäße im Herzen mittels eines modernen Fluoreszenz-3D-Verfahrens und Prof. Mark E. Ladd aus Heidelberg über die "Zukunft der MRT des Herzens".

Als Expertin für die Bildgebung des Herzens mittels Magnetresonanz-Tomographie legte Prof. Laura M. Schreiber den Fokus auf die Vorstellung neuester Technologien und Forschungsergebnisse und präsentierte gleichzeitig den ausgezeichneten Forschungsstandort am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI). So war die Besichtigung des DZHI-Forschungsneubaus des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz mit dem neuen 7T-Human-MRT ein weiterer Höhepunkt.

Als entscheidendes Problem der 7-T-Diagnostik wurde diskutiert, dass die Magnetfelder im Thorax sehr inhomogen sind und das statische Magnetfeld durch die Eigenschaften des Gewebes verformt wird, da jedes Gewebe über eine eigene Suszeptibilität verfügt und damit das Magnetfeld beeinflusst. Weitere Diskussionspunkte waren Interferenzen, also helle und dunkle Stellen in der Bildgebung, da die Wellenlänge der eingestrahlten Gradienten in etwa dem Querschnitt des Thorax entspricht. Auch wurden Schwierigkeiten in der Erwärmung des Gewebes gesehen, so dass Methoden entwickelt werden müssten, um diesen Effekt zu kompensieren. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, doch ich sehe uns sehr gut aufgestellt", so Frau Prof. Laura M. Schreiber. "Mit dem System von Siemens und der Unterstützung aus Erlangen haben wir einen guten Partner gefunden."

MR-LINACs – Quantensprung für die Präzisionsstrahlentherapie

Lebhafte Diskussionen gab es zum hochaktuellen Schwerpunkt MR-LINACs, das zwei wichtige wissenschaftliche Themen der DGMP vereint - die bildgebende Diagnostik und die Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger - und in ein paar Jahren vielleicht schon integraler Bestandteil der Strahlentherapie sein könnte. Vor dem Hintergrund der beiden kürzlich von der Deutschen Forschungsgemeinschaft genehmigten MR-LINACS wurde über den aktuellen Stand von Technik und Forschung ausführlich informiert. Prof. Laura M. Schreiber betonte die Vorteile der Verbindung mit einem MRT-Bestrahlungsgerät: Der MR-LINAC ermögliche eine kontinuierlich exakte Positionierung der Strahlendosis, was für die Präzisionsstrahlentherapie einen Quantensprung bedeute. So ist das Gewebe bei der Radiotherapie von Tumoren optimal darzustellen, um es im Zielvolumen zu nekrotisieren und gleichzeitig das umliegendes Gewebe bestmöglich zu schonen.

Weitere wichtige Tagungsthemen waren Qualitätssicherung in der Strahlentherapie, Risikomanagement in Diagnostik und Therapie, umfassende aktuelle Erkenntnisse und neue Entwicklungen auf den Gebieten der Bildgebung, der therapeutischen Verfahren und Therapiemodalitäten, Verbesserungen der Dosimetrie und der aktuelle Stand der Partikeltherapie.

Preisverleihungen an herausragende Wissenschaftler

Im Rahmen der Jahrestagung wurden wieder verschiedene Preise der DGMP an herausragende Wissenschaftler verliehen. Die Glocker-Medaille, die höchste Auszeichnung der DGMP in Erinnerung an das erste Ehrenmitglied der DGMP, Prof. Dr. Richard Glocker, wurde an Prof. Dr. Ludwig Bogner, Regensburg für seine langjährigen Verdienste um das Fachgebiet der Medizinischen Physik verliehen.
Der Wissenschaftspreis der DGMP (5.000 EUR) ging an Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Christian Ziener, Heidelberg, als Anerkennung für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Medizinischen Physik. Die IUPAP Young Scientist Medal 2014 wurde feierlich an PD Dr. Jan-Bernd Hövener, Freiburg, ausgehändigt.
Der Expertenpreis der DGMP (5.000 EUR) für hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Patientenversorgung, der Entwicklung von Methoden in der klinischen Anwendung, der Fort- und Weiterbildung und der Förderung des Dialogs von Wissenschaft und Gesellschaft in der Medizinischen Physik ging an Dr. Peter Geyer, Dresden.

Außerdem wurden verschiedene Poster- und Vortragspreise vergeben. Die Deutsche Sektion der ISMRM verlieh die Gorter-Preise an Lukas Buschle (Heidelberg, 1. Platz), Kerstin Demberg (Heidelberg, 2. Platz) und Jan-Eric Meissner (Heidelberg, 3. Platz), den Preis für den besten Vortrag an Andreas Schmidt, Freiburg, und den Preis für das beste Poster an Alexander Gotschy aus Zürich.

Ausblick: Gemeinsame Tagung der DGMP und DGBMT 2017 in Dresden

Für das nächste Jahrestreffen laden die Tagungspräsidenten Prof. Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Enghardt und Prof. Dr.-Ing. habil. Hagen Malberg zur gemeinsamen Tagung der Medizinischen Physik (DGMP) und der Biomedizinischen Technik (DGBMT) vom 10. bis 13. September in das Internationale Congress Center nach Dresden ein: zum aktuellsten Diskussions-Forum für alle Gebiete der Medizinischen Physik - im Schnittpunkt von Grundlagenforschung (Physik), der Entwicklung zum einsetzbaren Gerät (Technik) und der Anwendung für den Patienten (Medizin). Weitere Infos unter www.bmt-mp-2017.de.

 
Quelle: Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) e. V.



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