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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Oktober 2016

Neuer Arzneimittel-Atlas: Großer medizinischer Fortschritt - Moderate Entwicklung der Kosten

"Alle Akteure im Gesundheitswesen sollten jetzt Chancen für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgungsqualität nutzen: Die Finanzlage der Krankenkassen lässt es zu. Auch der medizinische Fortschritt und bessere Versorgung, die das allgemeine Gesundheitsniveau heben, bremsen auf lange Sicht Ausgaben für die Behandlung von Krankheiten. Beispiel: Neue Hepatitis C Medikamente mit Heilungsraten von über 90% machen teure und für die Patienten belastende Krankenhausaufenthalte und Lebertransplantationen überflüssig," sagt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa, anlässlich der Präsentation des neuen Arzneimittel-Atlas.

Für die Autoren des Arzneimittel-Atlas erklärt Prof. Bertram Häussler, Leiter des IGES Instituts: "Für 2015 gilt: Die Arzneimittelausgaben beliefen sich auf rund 34,9 Mrd. Euro. Der Zuwachs der Arzneimittelausgaben der Kassen ist damit nach dem Einmaleffekt 2014 (Auslaufen des Zangsrabattes) wieder geringer (+4,4%). Analysiert man den Gesamtmarkt für Arzneimittel im Jahr 2015 zeigt sich, dass die Einspareffekte durch Patentabläufe und verhandelte Rabatte die Mehrausgaben für Innovationen übersteigen."

Häusslers Prognose für 2016: "Auch für das laufende Jahr 2016 erwarten wir mit einem Zuwachs von 4,3% nur einen moderaten Anstieg der Arzneimittelausgaben."

Der Arzneimittel-Atlas


Der Arzneimittel-Atlas wird im Auftrag der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) vom IGES Institut erstellt. Er liefert jährlich transparente und strukturierte Informationen über die Entwicklung der Verordungen von Arzneimitteln zu lasten der gesetzlichen Krankenversicherung. Er wird digital veröffentlicht unter: http://www.arzneimittel-atlas.de

Hepatitis C und Krebs


Fischer hebt die gute Innovationsbilanz der letzten Jahre hervor: "Durch neue Medikamente kann seit wenigen Jahren Hepatitis C für die meisten Patienten innerhalb von drei Monaten weitgehend nebenwirkungsfrei geheilt werden. Das ist ein echter Therapiedurchbruch. Auch bei Krebs zeigen sich immer größere Fortschritte in der Arzneimitteltherapie: Die Sterblichkeit bei Krebs ist seit 1990 um 25% zurückgegangen. Das hat nicht nur, aber viel mit der Innovationsbilanz der forschenden Pharma-Unternehmen zu tun."

Häussler sagt: "Bei den neuen Therapien der Hepatitis C haben sich die Ausgaben sehr viel zurückhaltender entwickelt als vielfach befürchtet. Die Preise für diese neuen Arzneimittel wurden durch die Preisverhandlungen gesenkt. Außerdem ist ihr Verbrauch inzwischen deutlich gesunken. Daher erwarten wir, dass die Ausgaben für diese Krankheit 2016 spürbar zurückgehen und sich anschließend weitgehend stabilisieren werden. Auch bei Krebstherapien ist trotz der hohen Innovationsintensität der Anteil der Ausgaben für onkologische Wirkstoffe an den gesamten Arzneimittelausgaben in den vergangenen fünf Jahren nur moderat gestiegen."

Auf Versorgungsqualität setzen


Fischer betont: "Die Finanzlage der Krankenkassen und die moderate Entwicklung der Arzneimittelausgaben eröffnet der Politik Handlungsspielräume bei dem Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung (AM-VSG): Sie kann auf Versorgungsqualität setzen. Im Moment macht sie allerdings das Gegenteil: Sie erwägt neue Optionen für Verordnungsausschlüsse, um Patienten neue Therapien zu verwehren. Beim geplanten Arztinformationssystem muss die Politik sicherstellen, dass Ärzten alle Therapievarianten angezeigt werden."

 
Quelle: vfa



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