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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
18. Oktober 2016

"Weißbuch Gelenkersatz" zum DKOU erschienen

Patienten, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk erhalten haben, profitieren von Rehabilitationsmaßnahmen, der Übergang zwischen Akutklinik und Reha-Einrichtung verläuft aber nicht immer optimal. Das zeigt das "Weißbuch Gelenkersatz" vom IGES-Institut, das im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU, vom 25. bis 28. Oktober 2016 in Berlin) erschienen ist. Die im Weißbuch zitierten Experten empfehlen deshalb eine engere sektoren- und trägerübergreifende Zusammenarbeit, wie sie punktuell bereits in "Fast-Track-Programmen" praktiziert wird. Mit ihnen lässt sich die Komplikationsrate nachweislich senken.

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Die Rehabilitation, oder Anschlussheilbehandlung (AHB), nach einer Gelenkersatzoperation trägt zum langfristigen Erfolg des Eingriffs bei. Das Weißbuch zeigt anhand verfügbarer Daten und Studien, dass die Patienten von Reha-Maßnahmen profitieren. Allerdings hat sich der Zustand der Patienten mit Hüft- oder Knietotalendoprothese (HTEP/KTEP) zu Beginn der Reha-Maßnahme im Vergleich zum Jahr 2003 verschlechtert. Experten vermuten einen Zusammenhang mit der Einführung des Abrechnungssystems der Diagnosis Related Groups (DRG) für die Akutkrankenhäuser. Seit Einführung der DRGs ist die durchschnittliche Verweildauer in den Akutkliniken deutlich gesunken. Vom Tag der Operation gerechnet, treten die Patienten die AHB heute rund eine Woche früher an, die Rate der Komplikationen zu diesem Zeitpunkt ist wesentlich höher als 2003.

Fast Track: Rascher Übergang in die Reha bei niedrigeren Komplikationsraten

Die kürzere Verweildauer in der Akutklinik muss jedoch nicht zu einer erhöhten Komplikationsrate führen. Das zeigen Daten, die bei der Anwendung von sogenannten Fast-Track- oder "Enhanced-Recovery"-Konzepten erhoben wurden. Bei diesen sektorenübergreifenden Konzepten folgt der Gelenkersatz einem strukturierten Behandlungspfad, der auf aktueller wissenschaftlicher Evidenz basiert und alle beteiligten Akteure in den Gesamtprozess einbindet. Er zielt darauf ab, die einzelnen Therapieschritte zu optimieren und sie gleichzeitig im Sinne eines bestmöglichen Therapieerfolgs miteinander zu verzahnen. Bei gleichbleibender und oftmals sogar verbesserter Behandlungsqualität sinkt die Verweildauer in der Regel noch weiter, die Versorgung wird effizienter und kostengünstiger. Wie Studien zeigen, weisen Fast-Track-Patienten im Vergleich mit konventionell behandelten auch nach zwölf Monaten immer noch niedrigere Komplikationsraten auf. Sie profitieren also auch langfristig von dieser Versorgungsform. Zugleich ist bei Anwendung der Konzepte die Patientenzufriedenheit deutlich verbessert.

Experten fordern verbesserte sektorenübergreifende Zusammenarbeit

Die an der Erstellung des Weißbuchs beteiligten Experten betonen deshalb die Notwendigkeit einer engeren sektoren- und trägerübergreifenden Zusammenarbeit sowie eines gestaffelten Vergütungssystems, um auch zukünftig eine adäquate Versorgung aufrechterhalten zu können. Sie empfehlen prozessuale Veränderungen, wie etwa den unmittelbaren Beginn einer Fast-Track-Rehabilitation bereits im Akutkrankenhaus. Außerdem sollten vermeidbare Verzögerungen beim Übergang von der Akutklinik zur Rehabilitation, bedingt zum Beispiel durch aufwendige Antragstellung und umständliche Verlegungsprozesse, ausgeschlossen werden.

Das "Weißbuch Gelenkersatz" kann unter www.bvmed.de/weissbuch-gelenkersatz heruntergeladen werden.

 
Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie



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