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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
12. Oktober 2016

VDAB: "Patientenwohl steht bei Krankenkassen hintenan"

Der VDAB hat in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen: Krankenkassen gebärden sich regelmäßig als Körperschaft eigenen Rechts und lassen dabei ihren gesetzlichen Auftrag links liegen. Statt die Versorgung der Kranken und Pflegebedürftigen sicherzustellen und entsprechende finanzielle Mittel aus der Kranken- bzw. Pflegeversicherung vorzuhalten, folgen sie eigenen wirtschaftlichen Interessen. Dies hat die jüngst öffentlich gewordene Aussage von Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse nun bestätigt. Demnach brächten Kassen beispielsweise Ärzte dazu, für Patienten möglichst viele Diagnosen zu dokumentieren, dann gebe es mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich.

Dieser Betrug kostet Milliarden, die an anderer Stelle fehlen - zum Beispiel bei der Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Private Professionelle Pflege.

Dazu Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des VDAB: "Einmal mehr verdichten sich die Zeichen, dass wir dringend eine grundsätzliche Diskussion um die Stellung der Kostenträger im Gesundheitswesen führen müssen. Die Vorstellung von gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, die sich ohne Eigeninteressen um die Kranken und Pflegebedürftigen kümmern, ist offensichtlich gründlich überholt. Die Kassen müssen mit Nachdruck an ihre originäre Aufgabe erinnert werden, nämlich die Finanzierung der gesetzlich garantierten Leistungen für die Versicherten sicherzustellen."

Aus Sicht der Privaten Professionellen Pflege sei die Nachricht systematischer Betrugsfälle ernüchternd. "Unsere Einrichtungen und Dienste werden in Vergütungsverhandlungen immer wieder klein gehalten, so dass es nur unter schwierigen Umständen möglich ist, wirtschaftlich zu pflegen - ganz zu schweigen davon, dass der unternehmerische Gestaltungsspielraum minimiert und damit die Möglichkeiten für Fortschritte und Innovation für Pflegebedürftige beschränkt werden. Wir fordern seit langem, die Kassen hier zu Rechenschaft zu ziehen. Die Politik ist in der Verantwortung, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen und dem fehlgeleiteten Wettbewerbsstreben der Kassen Einhalt zu gebieten", so Knieling.

 
Quelle: Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB)



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