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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
11. Oktober 2016

Antibiotikaresistenzen: Bakterien mit Viren bekämpfen

Die Entwicklung von Resistenzen ist ein natürlicher evolutionsbiologischer Vorgang, der selbst bei optimalem Einsatz von Antibiotika nicht verhindert, sondern lediglich verzögert werden kann. Daher ist es unbedingt erforderlich, nach neuen Wegen zur Bekämpfung gefährlicher Bakterien zu suchen und diese in der Patientenversorgung zur Verfügung zu stellen.

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Forscherinnen und Forscher arbeiten an neuen Ansätzen: So setzen sie beispielsweise Phagen ein, eine besondere Form von Viren, die nur bestimmte Bakterien angreifen. Oder sie versuchen, die Krankheitsentstehung beim infizierten Menschen zu blockieren, indem sie die von den Bakterien produzierten Gifte mit geeigneten Wirkstoffen zerstören. Neue Nachweisverfahren können dabei helfen, Antibiotika zielgerichteter einzusetzen. Dazu müssen die Forscher klären, welche Art von Erregern die Krankheitssymptome ausgelöst haben und welche Wirkstoffe sie bekämpfen können. Dies beugt einer Resistenzentstehung vor und verbessert die Patientenversorgung.

"Antibiotika-resistente Erreger erschweren zunehmend die Therapie bei Infektionskrankheiten und sind zu einer weltweiten Bedrohung geworden. Umso wichtiger ist es, dass die Forschung neue Formen der Therapie und Bekämpfung von Bakterien findet", sagte Bundesforschungsministerin Wanka.

Das BMBF wird ab 2017 Verbünde aus Industrie und Wissenschaft darin unterstützen, Lösungen in diesen beiden Forschungsfeldern zu finden. Dabei stehen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen im Fokus. Insgesamt stehen dafür bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung, die Projekten sollen eine maximal dreijährige Laufzeit haben.

Im Pharma-Dialog der Bundesregierung wurde der Umgang mit Antibiotikaresistenzen als eine zentrale Herausforderung der Zukunft identifiziert. Das BMBF unterstützt darüber hinaus zahlreiche Forschungseinrichtungen, die mit großem Einsatz neue Wirkstoffe erforschen.

Die Förderbekanntmachung ist unter folgendem Link nachzulesen: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1255.html

 
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung



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