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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
22. September 2016

GBA attestiert Ticagrelor geringen Zusatznutzen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) attestiert Ticagrelor 60 mg einen geringen Zusatznutzen (1) für die Behandlung von Hochrisikopatienten mit einem Herzinfarkt in der Vorgeschichte. Der G-BA würdigt damit den therapeutischen Mehrwert von Ticagrelor 60 mg im Vergleich zur Monotherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS). Insbesondere die klinisch relevante Reduktion der Mortalität sowie die Reduktion ischämischer Folgeereignisse, wie z.B. Herzinfarkte, waren für diesen positiven Beschluss ausschlaggebend.

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"Mit diesem G-BA-Beschluss knüpfen wir an die positive Beurteilung von Ticagrelor 90 mg im Rahmen des ersten AMNOGA-Bewertungsverfahrens an. Ticagrelor hat damit erneut unter Beweis gestellt, dass sein Einsatz in der Therapie von Patienten nach Herzinfarkt gerechtfertigt ist", so Dr. Alexander Biedermann, Vice President Medical AstraZeneca Deutschland. "Wir freuen uns, mit Ticagrelor 60 mg nach rund 20 Jahren erstmals eine neue effektive Therapie für die Behandlung von Hochrisikopatienten zur Verfügung stellen zu können, bei denen der Herzinfarkt mindestens ein Jahr zurückliegt", erklärt Biedermann.

Grundsätzlich haben Patienten auch mehr als ein Jahr nach dem Infarkt ein hohes Risiko für ischämische Folgeereignisse (2). Die mit der Zulassung erfasste Hochrisikopopulation ist einem vergleichsweise noch höheren Risiko ausgesetzt. Die im Dossier zu Ticagrelor 60 mg
eingereichten Daten, die sich auf diese Zulassungspopulation (3) beziehen, belegen eine klinisch relevante Reduktion der Gesamtmortalität (20%, relative Risikoreduktion), der kardiovaskulären Mortalität (29%, relative Risikoreduktion) und der Mortalität durch koronare Herzerkrankungen (28%, relative Risikoreduktion) (4). Bezogen auf eine Zielpopulation von 100.000 Patienten rettet Ticagrelor 60 mg plus ASS somit 1.000 Leben in drei Jahren (2).

Hinsichtlich der Morbidität zeigte sich ebenfalls eine statistisch signifikante Risikoreduktion für Ticagrelor 60 mg plus ASS im Vergleich zu einer ASS-Monotherapie. Die Rate schwerwiegender kardiovaskulärer Folgeereignisse, wie z.B. Herzinfarkte, wurde um 17% (relative Risikoreduktion) reduziert (4).

"Mit der verlängerten dualen Plättchenhemmung steht Ärzten eine neue Behandlungsoption zur Verfügung, die klare Vorteile gegenüber der ASS-Monotherapie bietet. Das Ergebnis der Bewertung muss sich nun in der Versorgung der betroffenen Patienten widerspiegeln", fügt Dr. Alexander Biedermann hinzu.

Es schließen sich nun die Preisverhandlungen zwischen AstraZeneca und dem GKV-Spitzenverband an, die innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein müssen. Ticagrelor 60 mg ist voll verordnungs- und erstattungsfähig und steht Patienten in Deutschland uneingeschränkt zur Verfügung.

Literaturhinweise:
(1) Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA): https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2703/. Letzter Zugriff: 15.09.2016.
(2) Jernberg T et al. Cardiovascular risk in post-myocardial infarction patients: nationwide real world data demonstrate the importance of a long-term perspective. Eur Heart J 2015; 36(19):1163-7110.
(3) Zulassungspopulation laut Fachinformation Brilique® 60 mg Filmtabletten. Stand Februar 2016 (insbesondere Abschnitte 4.1 und 4.2): http://www.fachinfo.de/suche/fi/020982, Letzter Zugriff: 13.09.2016.
(4) Nutzenbewertungsdossier zu Ticagrelor: https://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/225/. Letzter Zugriff: 13.09.2016.

 
Quelle: AstraZeneca GmbH



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