Freitag, 15. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
13. Juli 2016

Phenprocoumon darf nicht mehr substituiert werden

Der Vitamin-K-Antagonist Phenprocoumon (Marcumar®) darf ab 1. August 2016 nicht mehr in der Apotheke substituiert werden. Das hat der gemeinsame Bundesausschuss G-BA bei seiner Sitzung am 21.04.2016 entschieden und den seit über 60 Jahren bewährten Gerinnungshemmer auf die Substitutions-Ausschlussliste gesetzt. "Die Aufnahme von Phenprocoumon auf die Ausschlussliste ist von großem medizinischen und auch wirtschaftlichen Nutzen für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem", begrüßt PD Dr. Rainer Zotz vom Zentrum für Blutgerinnungsstörungen und Transfusionsmedizin in Düsseldorf die Entscheidung des G-BA.

Anzeige:
 
 

"Ich freue mich sehr, dass Phenprocoumon von nun an von der Substitution ausgeschlossen ist. Da die Substitution von Arzneimitteln mit enger therapeutischer Breite nur unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle erfolgen sollte, ist ein Sustitutionsausschluss sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich zielführend", ist Zotz überzeugt.

Generelle Voraussetzung für die Aufnahme eines Arzneimittels auf die Substitutions-Ausschlussliste ist laut G-BA eine geringe therapeutische Breite. Zur Verhinderung von Thrombosen und Embolien sollte der INR-Wert (International Normalized Ratio) zwischen 2 und 3 liegen. Die dafür benötigte Dosis kann intra- und interindividuell sehr verschieden sein. Laut Fachinformation bedeutet das, dass bei einem Wechsel auf ein wirkstoffgleiches Präparat ein engmaschiges Monitoring des INR-Wertes erforderlich ist. Das aber ist nur mit ärztlicher Begleitung möglich.

In der Vergangenheit durfte Phenprocoumon durch den Apotheker substituiert werden, was oftmals ohne Wissen des Patienten oder des behandelnden Arztes geschah. Mit weitreichenden Folgen: "Häufig hatte das Generikum eine andere Form oder Farbe, was zu Compliance-Problemen oder Verwechselung bei den oftmals älteren Patienten führte", berichtet Zotz. Die Bioverfügbarkeit eines Generikums entspricht zudem meist nicht der des Originalpräparates. Dadurch kann die Wirkung bei einer Substanz, die in einem engen therapeutischen Bereich liegt, verändert werden. "Bei einem Gerinnungshemmer umfasst die veränderte Wirksamkeit meist erniedrigte INR-Werte, aber auch erhöhte, schwankende beziehungsweise nicht einstellbare INR-Werte sind möglich", so Zotz.

 
Quelle: MEDA Pharma GmbH & Co. KG



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017