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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
01. Juli 2016

Umfrage: Zwei Drittel glauben Ente vom "Kostentreiber Pharmaindustrie"

Fast zwei Drittel der Bürger in Deutschland gehen fälschlich davon aus, dass die pharmazeutische Industrie für fast die Hälfte aller Gesundheitskosten verantwortlich ist. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Tatsächlich wendet die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für die ambulante Arzneimittelversorgung einschließlich der Vergütung von Großhandel, Apotheken und Mehrwertsteuer rund 17% ihrer Ausgaben auf.

Betrachtet man den Anteil der Industrie nach Abzug gesetzlicher Rabatte, so liegt der Ausgabenanteil nur bei rund 10% - und dabei sind vertrauliche Rabatte noch nicht berücksichtigt. "Märchen von der Kostenexplosion durch Arzneimittel zielen darauf ab, die Menschen zu beunruhigen", so Henning Fahrenkamp, BPI-Hauptgeschäftsführer. "Die Patienten aber müssen in das Gesundheitswesen und die handelnden Akteure vertrauen können. Dafür sorgen wir mit Fakten."
 
"Vertrauen auf Arzt-Patienten-Ebene und in alle an der Gesundheitsversorgung beteiligten Institutionen sorgt dafür, dass eine Krankheit erfolgreich behandelt werden kann", so Henning Fahrenkamp. "Statt mit Polemik den "Sündenbock Pharmaindustrie" durchs gesundheitspolitische Dorf zu treiben, sollten daher Fakten auf den Tisch, auf die sich die Menschen verlassen können:

  • Richtig ist, dass die Gesundheitsausgaben laut Statistischem Bundesamt seit über 15 Jahren konstant zwischen 10 und 12% des Bruttoinlandproduktes (BIP) liegen. Laut INSA-Umfrage gehen aber 40% der Befragten davon aus, dass die Gesundheitsausgaben gemessen am BIP stark gestiegen sind.
  • Tatsache ist, dass die absoluten GKV-Ausgaben für Arzneimittel seit Jahren nicht sprunghaft, sondern langsam ansteigen, und zwar von 2014 auf das gesamte Jahr 2015 um rund 5%. Nach aktuellen Zahlen des BMG lag der Zuwachs im ersten Quartal 2016 bei 3%.
  • Wahr ist, dass die Ausgaben für innovative Arzneimittel nicht zu einer unzumutbaren Belastung des Gesundheitssystems führen. So belegen aktuelle Veröffentlichungen des BMG etwa, dass die GKV-Ausgaben für die Behandlung von Hepatitis C-Patienten mit innovativen Arzneimitteln sinken. Dies war zu erwarten, da viele Patienten in Deutschland erfolgreich behandelt und damit geheilt wurden. Der anfängliche Ausgabenanstieg geht nun wieder zurück.
  • Zutreffend ist auch, dass an neuen Wirkstoffen gespart wird: Durch die im AMNOG eingeführten Regelungen zur Preisbildung und Erstattung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen hat die Gesetzliche Krankenversicherung laut Bundesregierung zwischen 2012 und 2014 rund 630 Millionen Euro eingespart; in 2015 waren es 800 Millionen - ohne Marktrückzüge.

Fakt ist: Über 70% der abgegebenen Medikamente in Deutschland sind Generika. Gerade diese Präparate sind durch Festbeträge und Rabattverträge extrem unter Preisdruck: Laut IMS Health liegt der Durchschnittspreis eines Generikums pro Zähleinheit (Tabletten, Kapseln, Ampullen) im Apothekenmarkt im Schnitt bei nur rund sieben Cent.
 
Fahrenkamp: "Niemand kann - ohne eine lange Nase und rote Ohren zu bekommen - behaupten, die Pharmaunternehmen treiben Kosten in die Höhe, die das System aus dem Ruder laufen lassen. Bleiben wir also bei der Wahrheit, denn nur das schafft Vertrauen."

 
Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.



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