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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
13. Juni 2016

Rheinland-Pfälzer sagen häufig Ja zu Selbstzahlerleistungen

Ob Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung oder Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsvorsorge: Diese und eine ganze Reihe von weiteren sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehören per Gesetz nicht zum Katalog der Krankenkassen und müssen privat gezahlt werden. Nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) haben über die Hälfte (56%) der Rheinland-Pfälzer, Hessen und Saarländer schon einmal oder mehrmals eine solche Privatleistung angeboten bekommen. Das zeigt eine neue Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK durchgeführt hat.

Die Menschen an Rhein, Main und Saar stehen dabei IGeL offenbar besonders aufgeschlossen gegenüber. So hat die Umfrage ergeben, dass fast die Hälfte der Befragten aufgrund eines Angebots eine solche Leistung in Anspruch genommen hat. Bundesweit sagte nur knapp jeder Dritte Ja zu IGeL. Am häufigsten wird den Patienten eine professionelle Zahnreinigung angeboten, lautet ein Ergebnis der Umfrage. Auch zusätzliche Leistungen zur Krebsvorsorge wie zum Beispiel der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs oder Ultraschall-Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung hat jeder Zweite schon empfohlen bekommen. Ebenso häufig werden Zusatzleistungen beim Augenarzt, zum Beispiel zur Glaukom-Früherkennung, angeraten.

Viele Patienten informieren sich nicht

"Erstaunlich ist dabei, dass die meisten Versicherten sich über solche Angebote nicht ausführlich erkundigen", sagt TK-Landeschefin Anneliese Bodemar. So gaben sechs von zehn Befragten an, dass sie sich nicht noch an anderer Stelle über die Zusatzleistung informiert haben, die ihnen angeraten wurden. "Das könnte mit dem großen Vertrauen zusammenhängen, dass Versicherte gemeinhin Ihren Ärzten gegenüber hegen", vermutet Bodemar. Diejenigen, die sich weiter schlau machen, wenden sich meist an ihre Krankenkasse (54%), schauen auf spezielle Seiten im Internet wie www.igel-monitor.de (36%) oder holen sich bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung ein (18%).
Generell gilt: Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten vor Beginn der Behandlung schriftlich über die Kosten zu informieren und mit ihm einen schriftlichen Behandlungsvertrag abzuschließen. Doch offenbar verzichten viele Ärzte darauf: In der Forsa-Umfrage gaben vier von zehn Patienten an, vor Behandlungsbeginn nichts Schriftliches ausgehändigt bekommen zu haben.
"Das hat Nachteile für beide Parteien. Patienten fühlen sich schlecht aufgeklärt darüber, welche Kosten entstehen. Darunter kann auch das Vertrauen zum Arzt leiden. Die Mediziner wiederum können im schlechtesten Fall, also beispielsweise im Streitfall, ihr Honorar nicht einfordern. Ärzte dürfen von gesetzlich Versicherten nämlich nur dann eine Vergütung fordern, wenn diese schriftlich bestätigt haben, auf eigene Kosten behandelt werden zu wollen", erklärt TK-Landeschefin Anneliese Bodemar. "Auf keinen Fall sollten Patienten sich vorschnell entscheiden oder gar unter Druck setzen lassen. Individuelle Gesundheitsleistungen sind niemals dringend", betont Bodemar.

 
Quelle: Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz



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