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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
08. Juni 2016

Gesundheitsministerium fördert Zusatzweiterbildung Infektiologie

Krankenhausinfektionen, multiresistente Erreger, Epidemien und neue Viren - Fachwissen in Infektiologie wird dringend benötigt. Doch in Deutschland gibt es nur 300 Ärzte mit diesen Kenntnissen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert deshalb ab sofort infektiologische Zusatzweiterbildungen mit je 30.000 Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) begrüßen diese Entscheidung sehr. Das sei ein wichtiger Schritt, um Menschen vor Infektionen zu schützen, die infektiologische Versorgung in Deutschland zu verbessern und damit drängende medizinische Themen anzugehen.

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Die neue Förderung ist in der jüngsten Änderung des Krankenhausentgeltgesetzes festgeschrieben und gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2016. Sie greift bei Weiterbildungen, die in den Jahren 2016 bis 2019 beginnen. "Die DGI ruft interessierte Ärzte und Kliniken dazu auf, diese Förderung zu nutzen und so daran mitzuwirken, die infektiologische Versorgung in Deutschland zu verbessern", sagt Professor Dr. med. Gerd Fätkenheuer, Vorsitzender der DGI und Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln. "In vielen Bereichen, die uns in der Medizin aktuell fordern - von der Eindämmung von Antibiotikaresistenzen, über die Entwicklung von Hygiene-Strategien bis hin zur effizienten Behandlung von Krankenhausinfektionen - nehmen Infektiologen eine Schlüsselposition ein und werden dringend benötigt", so Fätkenheuer.
 
Wie entscheidend sich das Fachwissen eines Infektiologen auf Behandlungsergebnisse auswirkt, zeige beispielhaft eine aktuelle Auswertung mehrerer Studien. Behandelt ein spezialisierter Infektiologe eine durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöste Sepsis - eine mitunter tödlich verlaufende Blutvergiftung - sinkt die Sterblichkeit der Patienten um rund die Hälfte, im Vergleich zum üblichen Ärzteteam. Doch derzeit sind in deutschen Kliniken nur rund 300 Infektiologen im Einsatz. Die DGI schätzt den Bedarf auf mindestens 1.000.
Deshalb schuf sie bereits in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige infektiologische Weiterbildung: Deutschlandweit zertifizierte die Fachgesellschaft 24 "Zentren Klinische Infektiologie (DGI)", die sowohl in der Versorgung und Betreuung von Patienten mit Infektionskrankheiten, als auch in der infektiologischen Forschung herausragen und sich in besonderer Weise für Fort- und Weiterbildung engagieren.
 
Die neue, im Krankenhausentgeltgesetz festgeschriebene Förderung erhalten alle Kliniken, die zur Zusatzweiterbildung Infektiologie berechtigt sind. Kliniken gehen bei deren Finanzierung zunächst in Vorleistung und beantragen den Zuschuss anschließend bei den Kassen. "Derzeit entwickeln wir ein Prozedere, das interessierte Kliniker zusätzlich darin unterstützen soll, unmittelbar Zugang zu dieser großartigen Förderung zu bekommen", erläutert Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der DGIM aus Kiel.
 
Darüber hinaus können alle Internisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der infektiologischen Versorgung leisten: Seit dem vergangenen Jahr bieten DGIM und DGI gemeinsame Antibiotic-Stewardship (ABS)-Kurse für Internisten an. Darin schulen Experten den professionellen Einsatz von Antibiotika in der Klinik. Die Kurse werden von der Akademie für Infektionsmedizin durchgeführt und von der DGIM bezuschusst. Aufgrund der hohen Akzeptanz dieser Kurse setzen DGIM und DGI dieses Angebot auch künftig fort.
 
Einen Überblick der DGI-zertifizierten Zentren finden Interessierte hier:
http://www.dgi-net.de/dgi-zentren/

 
Quelle: DGI / DGIM



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