Sonntag, 20. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
09. Mai 2016

Preiswettbewerb: Apotheker befürchten Trivialisierung von OTC-Produkten

Die aktuelle APOkix-Umfrage zeigt: 50% der befragten APOkix-Teilnehmer beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Preiswettbewerb bei OTC-Präparaten. Vor allem Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Schmerzmittel stehen unter Preisdruck. Konjunkturindizes sinken deutlich.

Während verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland der Preisbindung unterliegen, können Apothekerinnen und Apotheker die Preise von nicht-rezeptpflichtigen Medikamenten frei kalkulieren. So genannte OTC-Produkte sind von der Arzneimittelpreisverordnung ausgeschlossen. Wie sich der Preiswettbewerb auf die Apothekeninhaber in Deutschland auswirkt, untersucht die aktuelle APOkix-Befragung des IFH Köln unter 234 Apothekerinnen und Apothekern.

Die Ergebnisse zeigen: Rund 50% der Befragten beschäftigen sich ausgiebig mit der Preisgestaltung von OTC-Produkten. Fast ebenfalls so viele geben an, den Preiswettbewerb als intensiv wahrzunehmen.

Nahrungsergänzungsmittel und Erkältungsprodukte im Preisfokus

Bei Produkten aus den Indikationsbereichen Vitamine, Mineralstoffe, Nahrungsergänzungsmittel (67,1%) und Husten, Erkältung, Fieber (60,3%) steht der Preis nach Aussagen der befragten Apothekeninhaber/innen besonders im Fokus. Auch bei Produkten zur Behandlung von Bewegungsschmerzen (59,8%) und Kopfschmerzen (56,8%) wird der Preiswettbewerb besonders intensiv wahrgenommen.

Abwertung und Preisverfall von OTC-Präparaten befürchtet

Nach ihrer Meinung zum Preiswettbewerb gefragt, zeigen sich die APOkix-Teilnehmer durchweg skeptisch. Fast 92% der Befragten glauben, dass durch Sonderangebote im OTC-Bereich eine Preisspirale in Gang gesetzt werde, die sich zukünftig weiter verstärke. Außerdem sind knapp 86% der Auffassung, dass OTC-Präparate hierdurch trivialisiert würden. Optionen zur Ertrags- oder Umsatzsteigerung sowie Marketingaspekte spielen nur für eine Minderheit der Befragten eine Rolle.

"Eine Trivialisierung von OTC-Produkten wäre sehr besorgniserregend", so Dr. Markus Preißner, wissenschaftlicher Leiter am IFH Köln. "Wenn der Preiswettbewerb, wie von 52% der Befragten befürchtet, dazu führt, dass insgesamt mehr OTC-Produkte gekauft und letztlich auch verbraucht werden, könnte dies ebenso dazu führen, dass in der Konsequenz der Medikamentenkonsum verharmlost wird", so Preißner weiter.

Konjunktur: Aufwärtstrend gestoppt

Der leichte Auftrieb in der Konjunkturbewertung der letzten beiden Monate ist vorerst gestoppt. Im April werden die aktuelle (91,1 Indexpunkte) sowie die erwartete Geschäftslage (74,9 Indexpunkte) von den APOkix-Teilnehmern wieder schlechter bewertet. Rund 55% beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage neutral, nur 18,3% sind positiv gestimmt.

Intensität OTC-Preiswettbewerb
 
Quelle: IFH Köln



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017