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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. Mai 2016

BVMed: Pauschale Absenkung der DRG-Sachkostenanteile führt zu Qualitätseinbußen in der Patientenversorgung

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat ein Konzept des DRG-Kalkulationsinstituts InEK kritisiert, das bei sachkostenintensiven Fallpauschalen Abschläge bis zu 14% vorsieht. Der Gesetzgeber hatte mit dem letzten Krankenhausreformgesetz eine Analyse von Übervergütungen vorgesehen.

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"Das vorgestellte InEK-Konzept sieht allerdings keine Analyse vor, sondern unterstellt eine generelle Übervergütung von Sachkostenanteilen bei allen DRGs und kürzt pauschal. Darunter werden insbesondere die Hochleistungsmedizin und die Qualität der Patientenversorgung leiden", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt in einer Stellungnahme. Der BVMed schlägt eine schrittweise und gezieltere Analyse und Umsetzung vor, um neue Fehlanreize zu vermeiden.

Zum Hintergrund: Das DRG-Institut InEK hatte zum DRG-Forum 2016 einen Vorschlag vorgelegt, der die generelle Übervergütung der Sachkosten aller Fallpauschalen unterstellt, ohne die dafür begründenden Daten auszuweisen. Als Konsequenz führt der Vorschlag zu einer massiven Umverteilung der Mittel, ohne die möglichen Folgen von Fehlanreizen und Fehlsteuerungen in der Patientenversorgung zu berücksichtigen. "Insbesondere fließen die Mittel hin zu Krankenhäusern geringer Versorgungsstufen. Hochspezialisierte Universitätskliniken und Zentren verlieren dagegen überproportional Finanzmittel, die zu Qualitätseinbußen in der Patientenversorgung führen werden", analysiert der BVMed.

Der alternative Lösungsansatz des BVMed sieht vor, die einzelnen DRGs zu analysieren sowie Korrekturen behutsam und mehrjährig durchzuführen, damit die Bewertungsrelationen sachgerecht angepasst werden können. Zudem erhöht sich durch die vorgesehene Erweiterung der Kalkulationsstichprobe die Abbildungsgenauigkeit der Prozeduren, argumentiert der MedTech-Verband.

Der vorgestellte InEK-Vorschlag berücksichtige zudem nicht, dass 13 von 16 Bundesländern einen Landesbasisfallwert unterhalb des Bundesfallwerts haben. Das Konzept würde in diesen 13 Bundesländern zu einer Unterfinanzierung der realen Sachkosten führen. "Dies ist nicht sachgerecht", so die Kritik des BVMed.

 
Quelle: BVMed



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