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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
28. April 2016

GKV-Spitzenverband kritisiert Teile von Transplantationsregister

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat den geplanten Aufbau eines Transplantationsregisters grundsätzlich begrüßt, einzelne Regelungen aber kritisiert. "Dieses Gesetz ist die Chance auf eine echte Qualitätsverbesserung bei der Transplantationsmedizin. Allerdings sehen wir ein gravierendes Defizit: Es erlaubt keine Zusammenführung von bestehenden Spender- und Empfängerdaten", sagte der Leiter der Krankenhausabteilung beim GKV-Spitzenverband, Wulf-Dietrich Leber, der Deutschen Presse-Agentur. Zudem baue es auf einer Art "Einwilligungslösung" auf.

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"Beides zusammengenommen führt dazu, dass das Transplantationsregister die nächsten zehn Jahre keine relevanten Ergebnisse liefern wird - und danach verfälschte", sagte Leber. Weil bestehende Daten nicht genutzt werden sollten und bei neuen keine Vollständigkeit garantiert sei, "wird das Register seine wichtigste Funktion nicht erfüllen können: Lebensjahre retten."

Das vor einem Monat vom Kabinett verabschiedete Gesetz zur Einrichtung eines Transplantationsregisters steht am Donnerstag in erster Lesung auf der Tagesordnung des Bundestages.

Die Aufnahme in das Register sollte nicht freiwillig sein, sagte Leber. Denn die Fallzahlen im Transplantationsbereich seien extrem klein. Schon wenige fehlende Daten könnten die Ergebnisse stark verfälschen, so dass am Ende falsche Schlussfolgerungen für die Organzuteilung gezogen würden. Das Register müsse vollständig sein, so dass auch politisch brisante Fragen - wie etwa "Bekommen Privatversicherte die besseren Organe?" - zweifelsfrei beantwortet werden könnten. "Das ist mit dem jetzigen Gesetz nicht sichergestellt", sagte Leber.

 
Quelle: dpa



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