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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
17. Dezember 2015

Online-Umfrage: Teilhabe hirnverletzter Menschen weiterhin herausfordernd

Anlässlich des 8. Nachsorgekongresses erfolgte erstmalig eine breit angelegte Umfrage unter schädelhirnverletzten Menschen, ihren Angehörigen und Leistungserbringern wie Ärzten, Therapeuten oder Sozialarbeitern. Die Ergebnisse der Befragung (Online-Umfrage 2013/2014) wurden im Rahmen einer Masterarbeit an der Hochschule Magdeburg - Stendal (FH), Studiengang Rehabilitationspsychologie am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Claudia Wendel ausgewertet.

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Die Nachwuchswissenschaftlerin Juliane Nothnagel widmete ihre Master-Thesis "Teilhabe von Menschen mit erworbener Hirnschädigung - Theorie oder Wirklichkeit? Erfahrungen, Wünsche und Probleme aus Sicht von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen" diesem wichtigen Thema und erhielt für ihre Arbeit die Bestnote "sehr gut".

Die Ergebnisse sind erschreckend und haben gezeigt, wie ergebnisorientiert es sein kann, Betroffene und Angehörige in die Forschung einzubeziehen. Sie machen deutlich, wie weit unsere Gesellschaft von dem angestrebten Ziel der Teilhabe schädelhirnverletzter Menschen entfernt ist.

So zeigen sich im deutschen Gesundheits- und Sozialsystem gravierende Mängel und Lücken in der Versorgung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen. Noch immer fallen viele Betroffene durch jegliches Raster, noch immer kommt es nach der Verletzung häufig zu "sozialen Abstiegen" von Patienten oder ganzen Familien. "Im Ergebnis werden vor allem ein flächendeckender Mangel an spezialisierten Angeboten und Einrichtungen für Menschen mit erworbenen Hirnschäden, fehlendes Wissen und Verständnis sowie eine häufig unzureichende Versorgung von Betroffenen und Angehörigen als Teilhabe erschwerend erlebt. Als besonders hilfreich erwiesen sich Kontakte zu spezialisierten Einrichtungen und Selbsthilfegruppen," so Juliane Nothnagel in ihrem Resümee.
Mehr: www.nachsorgekongress.de

 
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Teilhabe



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