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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
16. Dezember 2015

E-Health-Gesetz: Die Digitalisierung bietet große Chancen und Potentiale

Am 18. Dezember geht der Entwurf des E-Health-Gesetzes in die zweite Lesung des Bundesrats. Dieses soll die Rahmenbedingungen für ein digitalisiertes Gesundheitswesen schaffen und Anfang 2016 in Kraft treten. Kernpunkt ist die Einführung der Telematik-Infrastruktur, mit der zunächst die IT-Systeme von Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen vernetzt werden.

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"Heute gestaltet sich die Realität meist noch so, dass beispielsweise Hausarzt, Facharzt, Apotheke und Krankenkasse über jeweils eigene Informationen zu einem Patienten verfügen. Künftig soll dieses Wissen vernetzt und - im Sinne des Patienten - besser und schneller genutzt werden", erläutert Anneliese Bodemar, Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz anlässlich der zweiten Lesung des E-Health-Gesetzes im Bundesrat. "Die telematischen Strukturen, die das ermöglichen müssen möglichst rasch flächendeckend etabliert werden", so Bodemar weiter. Insbesondere in ländlichen Gebieten könne man so drohenden Versorgungslücken entgegen steuern.
 
Erster wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Medizin

 
Der Gesetzentwurf ist aus Sicht der TK ein erster wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Medizin. Die Telematik-Infrastruktur wird künftig eine wichtige "Datenautobahn" sein, über die digitale Anwendungen ermöglicht werden. Befunde, Diagnosen und Rezepte werden zwar bereits heute überwiegend elektronisch erstellt, aber oftmals noch in Papierform weitergegeben. "Das bindet Zeit und Geld - Ressourcen, die an anderer Stelle wesentlich besser für die Patienten verwendet werden können", betont Bodemar.
Vielmehr erhofft sich die TK vom E-Health-Gesetz, dass sich telemedizinische Verfahren etablieren werden, über die Ärzte und Krankenhäuser künftig auch über große Entfernungen hinweg beispielsweise Röntgenaufnahmen austauschen und konsiliarisch befunden können. Das kann unter anderem die Beratung bei einem Zweitmeinungsverfahren erleichtern und die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen auf hohem Niveau sicherstellen.
 
Auch die Einführung eines standardisierten Medikationsplans für Versicherte, die mindestens drei verordnete Arzneimittel einnehmen, befürwortet die TK, betrachtet die geplante Papierform jedoch kritisch: "Ein Medikationsplan in elektronischer Form, so wie er heute schon in Rheinland-Pfalz in den Regionen Koblenz, Kaiserslautern, Bad Kreuznach, Mainz und Trier erprobt wird, wäre zielführender", ist Bodemar überzeugt. Dass insbesondere mehrfach erkrankte Menschen von einem Medikationsplan profitieren können, hat die TK frühzeitig erkannt und bietet ihren Versicherten schon seit einigen Jahren über ein elektronisches Arzneimittelkonto eine entsprechende Medikamentenübersicht an.
 
Zudem begrüßt die TK die Online-Prüfung der Versichertendaten beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte in der Arztpraxis. So können die Praxismitarbeiter künftig sofort erkennen, ob ein gültiges Versicherungsverhältnis vorliegt und die im Praxissystem abgelegten Daten noch aktuell sind. Das beugt Missbrauch vor.
 
E-Health-Gesetz lässt noch Fragen offen

 
Vor allem in dem Konzept der online-Video-Sprechstunde sieht die TK großes Potential, um die Gesundheitsversorgung zukunftssicher zu gestalten. "Bei vielen Gesundheitsfragen ist es gar nicht notwendig, dass Arzt und Patient sich persönlich sehen. Mit Hilfe einer speziellen Software und einem eigens gesicherten Benutzerzugang können sich Arzt und Patient über bestimmte Gesundheitsfragen austauschen. Das spart sowohl Arzt als auch dem Patienten Zeit und Aufwand. Derzeit erprobt die TK gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD) und dem Lübecker Start-Up-Unternehmen Patientus GmbH die Chancen der online-Video-Sprechstunde im Praxisalltag. "Sollte sich dieses Format bewähren, wird es notwendig sein, das Fernbehandlungsverbot zu präzisieren, um eine größere Rechtssicherheit für solche online-Video-Sprechstunden und auch andere telematische Versorgungsformen zu schaffen", sagt Bodemar.

 
Quelle: TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz



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