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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
26. November 2015

Gröhe: Beitragszahler bei Gesundheitskosten für Flüchtlinge außen vor

Beitragszahler von Krankenkassen in Deutschland werden laut Bundesregierung derzeit nicht für die Kosten medizinischer Versorgung der Flüchtlinge herangezogen. "Das ist nichts, was die gesetzlich Versicherten belastet in ihrer Beitragszahlung", sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Donnerstag in den Haushaltsberatungen im Bundestag.

Es gebe etwa ein standardisiertes Konzept für Erstuntersuchungen oder Aufklärung übers Impfen und über Infektionskrankheiten in mehreren Fremdsprachen. Finanziert würden die Schritte durch die zusätzlichen Milliarden des Bundes für die Flüchtlinge, sagte Gröhe. Künftig müsse aber ein Augenmerk darauf gelegt werden, wie sich Integration der Asylsuchenden auf die Krankenversicherung auswirken werde.

Der Linke-Gesundheitspolitiker Harald Weinberg kritisierte, dass immer noch viele Flüchtlinge auf Behandlungsscheine des Sozialamts angewiesen seien. Er forderte eine schnelle Einführung der Gesundheitskarte für die Flüchtlinge. Maria Klein-Schmeink (Grüne) kritisierte, die Betroffenen würden nach den Vorgaben des Asylbewerberleistungsgesetzes nur eingeschränkt versorgt. Gerade für traumatisierte Menschen aus Kriegsgebieten gebe es nicht genug Hilfe.

 



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