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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
05. November 2015

Psychosoziale Versorgung für Krebspatienten gestärkt - Neue Krebsberatungsstelle in Ulm

Mit Beginn des Monats November hat eine neue Krebsberatungsstelle in der Kornhausgasse 9 in Ulm offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Sie ist ein Kooperationsprojekt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, der zu ihr gehörenden Konsiliar- und Liaisonpsychosomatik und dem Integrativen Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät (CCCU).

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Die Initialzündung für diese Stärkung der ambulanten psychosozialen Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten und deren Angehörigen geht auf eine Ausschreibung des baden-württembergischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren zurück. Den Auf- und Ausbau der geförderten Krebsberatungsstellen koordiniert der Krebsverband Baden-Württemberg. Im Rahmen eines Pressegesprächs erläuterten heute die Verantwortlichen der Ulmer Universitätsmedizin, warum die neue Krebsberatungsstelle so immens wichtig für Ulm und die Region ist.

"Im Großraum Ulm und dem angrenzenden Alb-Donau-Kreis bestand in der Vergangenheit für von Krebs betroffene Patientinnen und Patienten und auch deren Angehörige eine anhaltende Unterversorgung. Hier können wir ab sofort und ganz im Sinne der Betroffenen Abhilfe schaffen, denn der Standort Ulm bietet ideale Voraussetzungen für den Auf- und Ausbau der neuen Krebsberatungsstelle", sagte Prof. Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm. Man sei sehr froh über das gesundheitspolitische Ziel der Landesregierung, in bislang unterversorgten Regionen Krebsberatungsstellen zu schaffen, die einen zeit- und wohnortnahen Zugang zu einer leitliniengerechten und sektorenübergreifenden psychosozialen Versorgungsstruktur ermöglichen.

"Eine psychosoziale Krebsberatungsstelle ist häufig die niedrigstschwellige Anlaufstelle für Krebspatienten und deren Angehörige - und zwar in sämtlichen stationären und ambulanten Phasen der Erkrankung und Behandlung", betonte Dr. Klaus Hönig, Leiter der Konsiliar- und Liaisonpsychosomatik am Universitätsklinikum Ulm, und ergänzte: "Das multiprofessionelle Team bietet Beratung, Begleitung und psychotherapeutische Unterstützung präventiv wie langfristig und erfüllt dabei eine wichtige Lotsenfunktion bei der Vermittlung weiterführender Hilfsangebote im Rahmen einer qualitätsgesicherten und bedarfgerechten Versorgung der Betroffenen und ihrer Angehörigen, die sich in extrem belastenden Lebensphasen befinden."

Zurzeit gibt es in Baden-Württemberg zwölf Krebsberatungsstellen. Die Finanzierung speiste sich bislang in aller Regel aus Mitteln der Deutschen Krebshilfe, des Krebsverbands, sowie karitativer Träger bzw. Fördervereine und Spendengeldern. Die nun vom Land geleistete Anschubfinanzierung von insgesamt 1,2 Millionen Euro stellt im Ergebnis eine weitere Finanzierungssäule für ein flächendeckendes Netz von qualitätsgesicherten und neuen Krebsberatungsstellen dar.


Gut erreichbare Innenstadtlage
Neben Varinia Popek, Diplom-Psychologin und Psychoonkologin, arbeitet Diplom-Sozialarbeiterin (FH) Andrea Schill in der Krebsberatungsstelle. Sie wies auf die verkehrsgünstige Lage hin. "Wir haben uns bewusst für eine Standort im Innenstadtbereich entschieden. Das ermöglicht eine Anfahrt sowohl mit öffentlichen als auch privaten Verkehrsmitteln. Ausreichend Parkplätze, auch für behinderte Menschen, sind vorhanden, und der Zugang in die Kornhausgasse 9 ist barrierefrei." Das multiprofessionelle Team der Beratungsstelle wird ergänzt durch Nina Nickels, Medizinische Dokumentarin.

"Wir sind sehr glücklich über das vom Land Baden-Württemberg entgegengebrachte Vertrauen, das uns ermöglicht, den Betroffenen und Angehörigen aus der Region künftig diese vielfältigen wichtigen Unterstützungsangebote qualitätsgesichert, zeit- und wohnortnah anbieten zu können. Wir hoffen daher sehr, dass im Anschluss an die Anschubfinanzierung die angestrebte Übernahme in die Regelfinanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen, Rentenversicherungen und Kommunen/ Landkreise realisierbar wird und freuen uns daher sehr über dieses richtungsweisende Signal und die Unterstützung sämtlicher Partner aus Gesundheitswesen und Politik", so Professor Gündel abschließend.

 
Quelle: Universitätsklinikum Ulm



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