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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
29. Oktober 2015

Vorsorge bei Kindern und Jugendlichen darf nicht mit dem Präventionsgesetz enden

Immer mehr Heranwachsende leiden unter psychischen Störungen, chronischen Erkrankungen und haben schlechte Chancen auf ein Leben in guter Gesundheit. Deshalb sollte Prävention noch viel mehr Bedeutung zukommen als es bislang der Fall ist. Zu diesem Ergebnis sind die Teilnehmer des Kongresses "Zukunft Prävention 2015" gekommen, den die BARMER GEK, der Kneipp Bund e.V. und der Dachverband für Anthroposophische Medizin in Deutschland DAMiD heute in Berlin veranstaltet haben.

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Der Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, Dr. Christoph Straub, begrüßte das neue Präventionsgesetz, betonte aber auch, dass Vorsorge weiterhin auf viele Schultern verteilt werden müsse. "Das Präventionsgesetz darf nicht dazu führen, dass sich die Länder aus ihrer Verantwortung zurückziehen und ihre Präventionsausgaben reduzieren. Denn Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben", so Straub.
 
BARMER GEK weitet Präventionsangebote in Kitas und Schulen aus

Der Vorstandsvorsitzende verwies auf die Präventionskampagne der BARMER GEK, die im Jahr 2016 startet. "Zusammen mit der Sarah Wiener Stiftung haben wir mit der Kampagne "Ich kann kochen!" vor wenigen Tagen die größte bundesweite Ernährungsinitiative im Rahmen des Präventionsgesetzes vorgestellt. Wir werden unsere Präventionsangebote nicht nur in Kitas und Schulen und vor allem in sozialen Brennpunkten deutlich ausbauen, sondern auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Dazu werden wir deutlich mehr qualifizierte und speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gesundheitsförderung und Prävention einsetzen", kündigte der Chef der BARMER GEK an. "Daneben wird Deutschlands größte Initiative für mehr Bewegung im Alltag "Deutschland bewegt sich!", die von der BARMER GEK mitbegründet wurde, konsequent weiterentwickelt, um noch mehr Menschen zu erreichen."
 
Kneipp-Bund fordert Prävention als vierte Säule in der Gesundheitspolitik

Die Präsidentin des Kneipp-Bundes, Marion Caspers-Merk, kritisierte, dass Prävention in der Gesundheitspolitik immer noch nicht ausreichend verankert sei. Das Präventionsgesetz bewertete sie als "notwendigen, wichtigen und leider auch überfälligen Schritt", der aber alleine nicht ausreiche. "Die Kernstrategie zur Gesundheitsförderung muss der Setting-Ansatz werden. Wir brauchen mehr Gesundheitsförderung in Kitas, Schulen, Heimen und vor allem in Betrieben. Prävention muss zwingend zur vierten Säule der Gesundheitspolitik werden", forderte Caspers-Merk. Sie kritisierte, dass aus dem Gesetz nicht hervorgehe, welche Akteure die Präventionsangebote konkret umsetzen sollen. "Ein möglicher Lösungsansatz sind die vom Kneipp-Bund e.V. anerkannten Einrichtungen", sagte die Präsidentin des Kneipp-Bundes. Dabei handele es sich um Einrichtungen, in denen das Kneippsche Gesundheitskonzept im Alltag umgesetzt werde.
 
Kinder aktiv in Prävention einbeziehen

Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Vorstandsmitglied des DAMiD, forderte, die Kinder schon früh aktiv in die Vorsorge einzubeziehen. "Prävention im Kindesalter geschieht überall da, wo die Selbstregulation liebevoll gefördert wird. Kinder lernen dann selbstverständlich, die eigene Gesundheit zu entwickeln. Prävention heute bedeutet, die schöpferischen Potenziale von Kindern zu achten, aktiv einzubeziehen und ihre persönlichen Entwicklungsbedürfnisse ernst zu nehmen", sagte Schmidt-Troschke. Kinder seien eigentlich immer schon motiviert. Die Herausforderung an die Prävention sei es, Motivation zu fördern. "Prävention gehört daher mitten in die Lebens- und Beziehungswelten und braucht genau dort eine Förderung. Die Weltgesundheitsorganisation spricht daher völlig zu Recht von "Health in all Policies"", sagte Schmidt-Troschke.

 
Quelle: BARMER GEK



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