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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
09. Oktober 2015

Ebola-Land Guinea wählt neuen Präsidenten

Erst seit 2010 wird Guinea demokratisch regiert. Fast zwei Jahre davon waren von der dramatischen Ebola-Epidemie gekennzeichnet. Nun strebt Präsident Alpha Condé eine zweite Amtszeit an.

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Der von der Ebola-Seuche erschütterte westafrikanische Staat Guinea wählt einen neuen Präsidenten. Der 77 Jahre alte Amtsinhaber Alpha Condé gilt trotz der zuletzt schlechten Wirtschaftsentwicklung als Favorit bei der Abstimmung am Sonntag.

Falls er die absolute Mehrheit verfehlen sollte, müsste er sich einer Stichwahl stellen. Seinem wichtigsten Herausforderer, Cellou Dalein Diallo, werden nur geringe Chancen eingeräumt. Guinea ist reich an Mineralien wie Bauxit, Diamanten und Gold, gehört einem UN-Entwicklungsindex zufolge jedoch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

Der Ebola-Ausbruch in Westafrika begann vor knapp zwei Jahren in einer abgelegenen Region Guineas und breitete sich angesichts überforderter Gesundheitsbehörden schnell auf das ganze Land sowie auf Sierra Leone und Liberia aus. Allein in Guinea gab es der Weltgesundheitsorganisation zufolge 3800 Krankheitsfälle, 2500 Menschen starben an Ebola. Anfang Oktober gab es zum ersten Mal eine Woche, in der es in keinem der drei Länder eine Neuinfektion gab.

Der langjährige Oppositionsführer Condé setzte sich 2010 in der Stichwahl gegen Diallo durch. Damit löste Condé ein Militärregime ab und wurde zum ersten demokratisch gewählten Staatschef des Landes seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1958. "Das Militär wurde gezähmt", sagt der Westafrika-Experte Vincente Foucher von der International Crisis Group. "Im Vorfeld der Wahlen haben die Streitkräfte kaum eine Rolle gespielt." Auch sei es sehr friedlich geblieben.

In Guinea kommt es jedoch immer wieder zu Spannungen zwischen den größeren ethnischen Gruppen der Malinke und Fulani. "Das ist am gefährlichsten: Ein Großteil der politischen Gewalt ist ethnisch motiviert", sagt Foucher. Zum Teil geht es dabei auch um die Kontrolle über den Reichtum an Mineralien.

Guinea verfügt über die weltgrößten Reserven des Aluminium-Ausgangsstoffs Bauxit. Der Industriezweig generiert 60% der Exporte des Landes und 20% der Steuereinnahmen. Der Verfall der Weltmarktpreise der Rohstoffe hat Guinea daher zuletzt hart getroffen.

Rund 6 Millionen der gut 12 Millionen Einwohner Guineas sind am Sonntag in rund 14 500 Wahlbüros aufgerufen, sich für einen der insgesamt acht Bewerber um das höchste Staatsamt zu entscheiden.

 



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