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GESUNDHEITSPOLIK VON JOURNALMED.DE
06. Juli 2015

Hartmannbund: "Bedarfsplanung auf wissenschaftliches Fundament stellen"

Die Hartmannbund-Landesverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe fordern, die sogenannte Bedarfsplanung einer völligen Neuordnung zu unterziehen.

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Die aktuellen Bedarfsplanungsrichtlinien gingen zurück auf die 1993 durch den damaligen Gesundheitsminister Seehofer eingeführten Regelungen zur Niederlassungsbeschränkung. Dabei seien die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Arztzahlen als gegeben angesehen und zur Grundlage eines letztlich willkürlich definierten Bedarfs gemacht worden. Alle seitdem vorgenommenen Veränderungen setzten auf dieser willkürlichen Festlegung auf.
 
Daher fordert der Hartmannbund den Gesundheitsminister auf, eine Versorgungsforschungsstudie durch entsprechende wissenschaftliche Institute in Auftrag zu geben, um den tatsächlichen Bedarf an ambulanten Versorgungsstrukturen festzustellen, um auf diese Weise eine zuverlässigere und zutreffendere Grundlage für die weitere Bedarfsplanung zur Verfügung zu haben.
 
Die Verantwortlichen des Ärzteverbandes stellen fest: "Bedarf stellt kein absolutes Kriterium dar, sondern wird auch durch Erwartungen erheblich beeinflusst. Deshalb ist es dringend geboten, die erforderliche Rahmen­setzung in einem Dialog mit Politik, Vertretern des Gesundheitswesens und in besonderer Weise auch mit Patientenvertretern zu erörtern."
 
Die Vorsitzenden, Dr. med. Klaus Reinhardt (Westfalen-Lippe) und Dr. med. Stefan Schröter (Nordrhein), fordern, dass die erhebliche Stellgrößenfunktion dieser Erwartungen deutlicher werden müsste, um nachfolgend die jeweiligen Verantwortlichkeiten und Aufgaben zuordnen zu können. 
 
Wenn Patienten beispielsweise generell deutlich größere Zeitrahmen für jeden einzelnen Arztkontakt erwarteten, ergebe sich daraus eine erforderliche Relation zwischen den Fallzahlen einerseits und den Arztzahlen andererseits, die erhebliche Auswirkungen auf den auf diese Weise bestimmten Bedarf hätte. In diesem Fall würde einem Versicherten- bzw. Patienteninteresse gefolgt, welches eine Anhebung von GKV-Beitragssätzen zur Folge haben könnte und wohl auch müsste.

 
Quelle: Hartmannbund



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